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Donnerstag, 02.09.2010

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» Nationales Naturerbe in Händen der Länder gefährdet Arbeitsplätze

Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand

(Verbandspresse, 12.12.2005 16:26)

(Frankfurt am Main) – 125.000 Hektar Naturschutzfläche des Bundes sollen unentgeltlich in eine Bundesstiftung überführt oder an die Länder übertragen werden. So steht es im Koalitionsvertrag vom 11. November 2005. Damit soll das Nationale Naturerbe für künftige Generationen gesichert und vermutlich auch der Haushalt konsolidiert werden.

Seitdem stehen die Telefone bei der IG Bauen-Agrar-Umwelt nicht mehr still. Über 200 Spezialisten bewirtschaften und pflegen die zum Teil erheblich mit Munition und Blindgängern verseuchten Flächen und kennen diese wie ihre Westentasche. „Eine unabdingbare Eigenschaft, um drohende Gefährdungen wenn nicht völlig auszuschließen, so doch zu minimieren“, sagt der für den Bundesforst zuständige Vorstand der IG BAU Hans-Joachim Wilms. Ständige Weiterbildung und Qualifikation habe diese exzellenten Fachleute im Natur- und Artenschutz geformt. Wilms fürchtet um die nachhaltige Sicherung der Arbeitsplätze, wenn die Flächen in die Hände der Länder übergehen. Daran hätten die Koalitionäre wohl nicht gedacht. „Unter den Forstleuten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben herrscht eine Bombenstimmung“, konstatiert IG BAU Vorstand Wilms.

Gerüchten zufolge wollen die Bundesländer das vorhandene Personal nicht weiter einsetzen, sondern auf umliegende Unternehmen und Verbände zurückgreifen. Die Forstleute der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben haben in den letzten Jahren zahlreiche Umstrukturierungen erlebt und loyal mitgetragen. Die Gewerkschaft appelliert an die große Koalition, den Sachverstand der 200 Kollegen weiterhin zu nutzen und ihre Beschäftigung nachhaltig zu sichern.

Quelle/Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Leiterin, Pressestelle
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800

eMail:   presse@igbau.de
Internet: http://www.igbau.de

(dvf, sk)

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