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Donnerstag, 02.09.2010

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» IG Bau und ZDH: Qualifizierung im Handwerk erhalten

Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand

(Verbandspresse, 29.11.2007 13:01)

(Berlin/Frankfurt am Main) - Für den Erhalt des berufsbezogenen dualen Systems der beruflichen Erstausbildung sprechen sich der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, und das für Handwerkspolitik zuständige Bundesvorstandsmitglied der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Andreas Steppuhn, aus. Bei einem handwerkspolitischen Spitzengespräch im Haus des Handwerks in Berlin wandten sie sich gegen Modelle, die eine Zersplitterung der Berufsausbildung vorsehen: „Eine minderwertige Berufsausbildung untergräbt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und reduziert die Berufschancen der Jugendlichen. “ Zudem plädierten sie nachdrücklich für die Wiedereinsetzung der AEVO: „Eine qualitativ hochwertige Ausbildung in unseren Betrieben ist ohne die geprüfte Qualifikation im Ausbilderbereich nicht möglich!“

Steppuhn und Kentzler sind sich einig, dass allen Versuchen eines Qualitätsabbaus in der Berufsausbildung entschieden entgegen gewirkt werden muss. Weiter wurden Themen der Wirtschafts- und Gewerbeförderung angesprochen, die Bedeutung des Flächentarifvertrages für das Handwerk unterstrichen und mögliche Auswirkungen der Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie im Kontext der EU-Erweiterung diskutiert.

Zur Novelle der Handwerksordnung, mit der zum 1. Januar 2004 die Meisterpflicht für 53 Handwerke aufgehoben wurde, sagte IG BAU-Vorstandsmitglied Andreas Steppuhn: „Die negativen Folgen der Novellierung der Handwerksordnung werden jetzt sichtbar: Ein-Mann-Betriebe haben zugenommen, deren Ausbildungsbereitschaft sehr gering ist. Ebenso ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse in den Gewerken ohne Meisterpflicht rückläufig.“ ZDH-Präsident Otto Kentzler stimmte der Analyse zu: „Die Qualifizierung nimmt hier massiv ab. Es kann aber nicht im Interesse des Handwerks und seiner Kunden liegen, wenn Verlässlichkeit und Qualität von Handwerksleistungen leiden.“

Quelle/Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Leiterin, Pressestelle
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800

eMail:   presse@igbau.de
Internet: http://www.igbau.de

(dvf, tr)

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