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Donnerstag, 02.09.2010

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» Verpflegung an Ganztagsschulen- Oecotrophologen sind Profis für Planung und Umsetzung

Verband der Oecotrophologen e.V. (VDOE)

(Verbandspresse, 03.11.2009 16:54)

(Bonn) - Schulmensen schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden, denn Ganztagsschulen sind dazu verpflichtet, sich um die Verpflegung ihrer Schüler zu kümmern. Bei der Planung und Umsetzung dürfen professionelle Kräfte nicht fehlen. Der Verband der Oecotrophologen e.V. (VDOE) engagiert sich für den Einsatz von hochqualifizierten Experten.

Die Speisepläne entsprechen oft nicht den Empfehlungen Laut Claudia Dirschauer, Diplom-Oecotrophologin und Mitglied im VDOE-Expertenpool, orientieren sich die Essensangebote für Schüler noch zu selten an dem, was Ernährungswissenschaftler empfehlen. "Die Schulen haben in der Regel wenig Zeit für die Umstellung auf den Ganztagsbetrieb und häufig kaum Erfahrung in der Organisation von Schulverpflegung bzw. bei der Auswahl von geeigneten Caterern. Darunter leidet dann unter Umständen die Qualität des Angebots. Hier ist die Kompetenz von Oecotrophologen gefragt. Als hervorragend ausgebildete Fachkräfte können sie Schulleiter, Lehrer und Eltern effizient bei der Planung und Umsetzung der Verpflegung unterstützen", so die Ernährungswissenschaftlerin.

Was darf ein Mittagessen kosten?

Professionelle und gute Essensanbieter können ein ausgewogenes, leckeres Mittagessen für weniger als drei Euro kaum anbieten. Höhere Kosten sind wiederum für viele Familien finanziell nicht zu stemmen. Und wie lautet die Lösung? Dazu Claudia Dirschauer: "Viele schulische Fördervereine unterstützen die Schulen mit finanziellen Zuschüssen. Das ist sehr zu begrüßen, aber das Problem bleibt im Kern. Der Knoten lässt sich eigentlich aus gesundheits- und bildungspolitischer Sicht langfristig nur mit einem bundesweit kostenlosen oder stark subventionierten Schulmittagessen auflösen."

An wen können sich Schulleiter, Eltern und Schüler zurzeit wenden?

Fragen zur Finanzierung, Qualität oder Organisation von Essen und Trinken in Schulen beantworten die gemeinsam von Bund und Ländern eingerichteten "Vernetzungsstellen Schulverpflegung". Die Ansprechpartner für die jeweiligen Bundesländer stehen unter www.in-form.de/vernetzungsstelleschule. Auch Oecotrophologen des Forschungsprojektes "take54you" helfen weiter. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Schulverpflegungskonzept orientiert sich an empfohlenen Qualitätsstandards und bezieht die Interessen der Schulleitung, der Lehrenden, der Schüler sowie der Eltern mit ein. Weitere Informationen und die Kontaktadresse gibt es im Internet unter www.take54you.de.

VDOE appelliert an die Bundesregierung

Der VDOE fordert die Bundesregierung auf, die Rahmenbedingungen für eine professionelle Schulverpflegung weiter zu verbessern. Ein erster Schritt in die richtige Richtung war die bundesweite Gründung der Vernetzungsstellen Schulverpflegung. Mindestens ebenso wichtig wie eine telefonische Beratung und die Herausgabe von Verpflegungsstandards sind die Beratung und die Begleitung der Schulen vor Ort. Bei der Planung und Umsetzung von Verpflegungskonzepten sollten finanzielle Mittel bereitgestellt werden, die den Einsatz von qualifiziertem Personal möglich machen. Dazu gehören auch Oecotrophologen, die für ihre Arbeit entsprechend honoriert werden müssen.

Quelle/Kontaktadresse:
Verband der Oecotrophologen e.V. (VDOE)
Pressestelle
Reuterstr. 161, 53113 Bonn
Telefon: (0228) 28922-0, Telefax: (0228) 28922-77

eMail:   presse@vdoe.de
Internet: http://www.vdoe.de

(dvf, el)

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