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Donnerstag, 02.09.2010

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» Produkte für Generationen / Kaufkraft der Generation 50plus stärker nutzen / Experten diskutierten Potenziale der Gerontotechnik®

VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Hauptgeschäftsstelle

(Verbandspresse, 10.03.2010 09:33)

(Düsseldorf) - Technik muss das Leben der Menschen erleichtern, egal ob Jung oder Alt. Das ist das Fazit der Experten auf dem ersten VDI-Forum zur Gerontotechnik® in Düsseldorf. "Ob iPod, Telefon oder Computer: Die Gebrauchsgegenstände müssen nicht nur für junge Menschen zu bedienen sein", sagte Martina Koepp, Geschäftsführerin der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik® mbH. "Unser Ziel ist es, Grundlagennormen für generationsübergreifende Produkte zu erarbeiten." Das sei essentiell, denn schließlich sei gerade die Generation 50plus eine sehr kaufkräftige Zielgruppe.

"Schon heute werden über 50 Prozent aller Produkte von Menschen gekauft, die älter als 50 Jahre sind", ergänzte Volker Wanduch, Leiter Technik und Wissenschaft im VDI. "Unternehmen, die diese Zielgruppe nicht bedienen, werden weniger Produkte verkaufen und vergeben damit Rendite." Wichtig sei aber, dass die Produkte keine Lösungen ausschließlich für Senioren sind, sondern für Alle. "Statt der Spezialisierung steht die Benutzerfreundlichkeit für Alle im Fokus", so Wanduch. "Der Best Ager will noch lange nicht zum alten Eisen gehören, sondern will Produkte, die nicht nur einfach in der Anwendung sind sondern auch vom Design her ansprechen." "Design for all" lautet hier die Zauberformel, die bisher aber zu wenige Unternehmen nutzen: "Wir müssen mehr Grundlagen erarbeiten und diese in die Unternehmen transportierten", ergänzte Wanduch.

Möglichkeiten für generationsübergreifende Produkte gibt es in vielen Bereichen wie etwa in der Medizin, im Haushalt aber auch im Automobil. Dr. Nadine Fritz des Beratungsunternehmens MenTecs erläuterte wie in der Fahrzeugentwicklung bereits auf die Generation 50plus eingegangen wird "Werden die Augen des Menschen schlechter, ist zum Beispiel ein kluges Cockpitdesign notwendig", sagte Fritz. "Über regulierbare Instrumentenbeleuchtung und die Vermeidung von Helligkeitsunterschieden zwischen Anzeigen und Umgebung größer als 10:1 kann der Komfort speziell für Ältere verbessert werden."

Aber wichtig sei, dass die Produkte neben die Funktionalität auch ein gewisses Lebensgefühl verbreiten. Das heißt, die Produkte sollen funktional für Ältere sein, aber möglichst nicht danach aussehen. "Das Lebensgefühl wandelt sich. 55-Jährige fühlen sich heute wie Mittvierziger und ein 70-Jähriger wie ein vitaler Endfünfziger", sagte Trendforscherin Uta Kurz auf dem Forum.

Fazit des Forums war, dass die Politik bereits einige gute Rahmenbedingungen geschaffen hat, jetzt aber Wissenschaft und Industrie handeln müssen. Das Potenzial der Gerontotechnik® wurde bei allen Teilnehmern erkannt. Der VDI hat sich zum Ziel gesetzt, ein Expertengremium zum Thema zu gründen, um damit nicht nur mit verbesserter Technik dem Menschen zu dienen, sondern auch den Technikstandort Deutschland zu stärken.

Ansprechpartner und Informationen zum Thema: www.vdi.de/gpp.

Quelle/Kontaktadresse:
VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Hauptgeschäftsstelle
Pressestelle
VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf
Telefon: (0211) 6214-0, Telefax: (0211) 6214-575

eMail:   presse@vdi.de
Internet: http://www.vdi.de

(dvf)

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