Vereine, Verbände, Initiativen und Stiftungen, kurzum Nonprofit-Organisationen (NPOs), brauchen heute mehr denn je Kompetenz und Know-how. Angesichts zunehmender Konkurrenz um Mitglieder und Spenden ist die Professionalisierung von Management gefragt. Doch gemeinnützige Organisationen unterscheiden sich in Auftrag, Arbeitsweise, Mitarbeiter- und Finanzierungsstrukturen erheblich von Wirtschaftsunternehmen wie auch von staatlichen Einrichtungen. Rein betriebswirtschaftliches Know-how ist für NPOs daher nicht immer zielführend. Alternative Angebote, die auch die Besonderheiten der Organisationen in den Blick nehmen und ihre politische und soziale Einbindung berücksichtigen, müssen in diesem Spannungsfeld praktisches Wissen vermitteln.
Aus diesem Grund bietet die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) in Kooperation mit dem Zentrum für Nonprofit-Management (npm) den bundesweit ersten universitären Weiterbildungsstudiengang „Master of Nonprofit-Management and Governance“ an.
Praxisbezogen und interdisziplinär ist das Konzept des Studiengangs, der von ausgewiesenen Wissenschaftler und Praktikern gemeinsam konzipiert wurde. „Nonprofit-Management and Governance“ ist speziell auf die Bedarfe und besonderen Anforderungen von NPOs zugeschnitten und bildet Führungspersonal gezielt für das Management gemeinnütziger Organisationen aus.
„Die Organisationen zwischen Markt und Staat übernehmen wichtige Integrationsfunktionen und tragen maßgeblich zur Bildung von Sozialkapital bei“, berichtet Studiengangsleiterin Prof. Dr. Annette Zimmer von der WWU. „Zugleich ist ihre Bedeutung für die Erstellung von Dienstleistungen – sei es im Sozial-, Kultur-, Sport- oder Freizeitsektor – ganz enorm.“
Der universitäre Hochschulabschluss „Master of Nonprofit-Management and Governance“ bildet hierfür eine gute Grundlage. In fünf Modulen macht der Weiterbildungs-Master mit den typischen Aufgaben und Problemen von NPOs in zentralen Arbeitsfeldern vertraut: Welche Bedeutung haben NPOs im nationalen und internationalen Zusammenhang im Zeitalter der Globalisierung? Wie müssen betriebliche Prozesse und Strukturen in einer sich schnell verändernden Umwelt gestaltet werden? Wie nehmen NPOs Kontakt zu Spendern, Mitgliedern, Ehrenamtlichen auf? Welche Strategien und Instrumente der Ressourcenbeschaffung und -verwaltung sind entscheidend? Wie werden haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter zu einem schlagkräftigen Team zusammengeführt? Antworten auf diese und viele weitere Fragen geben ausgewählte Experten aus Wissenschaft und Praxis. Die Lehrveranstaltungen reichen von Interessenvertretung und Lobbying, Marketing, Finanzierung und Fundraising bis hin zu Fragen des Personalmanagements, haupt- wie ehrenamtlicher Mitarbeiter.
Darüber hinaus können sich Studierende auf bestimmte Praxisfelder spezialisieren. Im Rahmen der Studienschwerpunkte im letzten Semester machen sie sich vertraut mit des Besonderheiten des Managements in sozialen Einrichtungen, Stiftungen, Sportvereinen, kirchennahen Organisationen oder der Entwicklungszusammenarbeit. Im Rahmen einer Praxisphase vertiefen und erweitern die Teilnehmer ihre Kenntnisse im ausgewählten Schwerpunktbereich. Namhafte NPOs unterstützen sie dabei und garantieren zugleich ein hohes Maß an Praxisbezug. (15. Dez. 2005, tr, Quelle: Pressemitteilung)
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