Nach einer Umfrage des Instituts Psephos im Auftrag des Handelsblatt und der Unternehmensberatung Droege & Comp. sind zwei Drittel der deutschen Top-Manager mit der Lobby-Arbeit ihrer Wirtschaftsverbände in Brüssel zufrieden. Dieses Ergebnis gab das Handelsblatt im Rahmen des regelmäßig erscheinenden Business-Monitor bekannt. Dieser Business-Monitor ist eine repräsentative Umfrage unter 869 Führungskräften, der durch das Psephos-Instituts ermittelt wurde.
Für ein Viertel der Befragten vertritt der Dach- oder Fachverband seine Interessen bei EU-Regulierungsthemen "gut", bzw. "sehr gut", während weitere 34 Prozent dieses Engagement als zufriedenstellend - "befriedigend" - einschätzen. Lediglich ein Drittel ist der Auffassung, deutsche Verbände erledigen ihre Lobbyarbeit "schlecht" oder "sehr schlecht".
Knapp die Hälfte (47 Prozent) der befragten Top-Manager bezeichnet die Service-Angebote der Verbände bei EU-Themen sehr positiv: die Entscheider fühlen sich durch die Wirtschaftsverbände "gut" oder "sehr gut" über unternehmensrelevante Regulierungsthemen informiert. Demgegenüber wird das Informations-Angebot nur von einer Minderheit (16 Prozent) als nicht zufriedenstellend ("schlecht" oder "sehr schlecht")eingestuft.
Generell wird der Aktivität der Wirtschaftsverbände auf europäischem Parkett viel Bedeutung zugemessen (85 Prozent). Besonders negative Folgen der EU-Regulierung sollen durch die Interessenvertretung abgewehrt bleiben. An zweiter Stelle sehen die Führungskräfte es für wichtig an, proaktiv Themen und Lösungen in Brüssel zu platzieren, so die Studie. (04. Apr. 2004, tr)
weitere Informationen: