Wie die European Public Affairs Consultancies’ Association (EPACA), die europäische Vereinigung der PA-Berater, Anfang Juni 2006 hat verlautbaren lassen, bildet sie einen eigenen Ausschuss, der die Einhaltung des Transparenzkodex überwachen soll. Basis der Bewertung bildet ein von der EPACA erarbeiteter eigener Kodex, von dem John Houston, Vorsitzender, sagt: “The EPACA code of conduct is identical to the one used by the European Parliament and we believe that it is a good starting point for the common code for all public affairs practitioners in Brussels that we are keen to see put in place as soon as possible.”
Die European Public Affairs Consultancies’ Association (EPACA) vertritt nach eigenen Angaben Public-Affairs-Berater auf europäischer Ebene aus 34 Mitgliedsunternehmen mit ca. 700 Angestellten, die ingesamt etwa 70 Prozent des politischen Lobbying in Brüssel abdecken.
Die EU-Kommission begrüßt diese freiwilligen Initiativen: „Wir werden mit freiwilligen Maßnahmen starten“ sagte Kommissionsvizepräsident Siim Kallas bei der Veröffentlichung des Grünbuches und fügte hinzu, dass verbindliche Maßnahmen erst dann folgen würden, wenn die freiwillige Regulierung scheiterte.
Die Diskussion um die Transparenz-Initiative der EU-Kommission wird ihren vorläufigen, öffentlichen, Abschluß finden, wenn Ende August die Beratungen beendet sind. Allerdings senkte Kallas die eigenen Ansprüche und gestand ein, dass während seiner Amtszeit keine durchgreifenden regulierenden Maßnahmen zur Erhöhung der Transparenz der Lobby zu erwarten seien. (tr, 8. Juni 2006)
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