Startseite | zurück | RSS | Sitemap | Impressum | Kontakt | Über uns | Werben

 

 

Freitag, 16.05.2008

Startseite ]  [ Nachrichten für Verbände ]  [ Nachrichten - Archiv ]  [ Ergebnisse des zweiten Bildungsbarometer liegen vor ]

PARTNER DER VERBÄNDE

» Archiv öffnen

» Die Ergebnisse des zweiten Bildungsbarometer liegen vor

Ob und wenn ja wie hat sich die Meinung der Bevölkerung zu wichtigen Fragen der Bildung verändert. Das ist das Ziel des Bildungsbarometer, das vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität in Landau durchgeführt wird.

Schwerpunktmäßig untersuchte daher das Team um den Leiter Prof. Dr. Reinhold S. Jäger die Reaktion auf die im Dezember 2004 veröffentlichte PISA-Studie sowie auf die im Zusammenhang mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts neu aufgeflammte Diskussion um Studiengebühren. Die Zusammenfassung des zweiten Bildungsbarometer liegt nun vor:

  1. Eine durchschnittliche Bewertung des Bildungswesens nahezu keine Veränderung zum ersten Bildungsbarometer. Es wird als nur "gut ausreichend" eingestuft.
  2. Auch die Zuschreibung von Verantwortlichkeit für die deutsche Bildungsmisere ist gegenüber November 2004 weitgehend unverändert geblieben. Hauptverantwortlich sind nach Meinung der Bevölkerung in erster Linie die Bildungspolitiker/innen, die Eltern und Erziehungsberechtigten sowie erst an dritter Stelle die Lehrenden.
  3. Die im Kontext der Diskussion um PISA häufig erhobene Forderung nach einer Stärkung der Fächer Deutsch und Mathematik lässt sich bei einem begrenzten Budget wöchentlicher Schulstunden nur durch eine Kürzung in anderen Fächern erfüllen. Es entsteht somit eine Art „Verteilungskampf“ zwischen den Fächern. In diesem Verteilungskampf gibt es einen klaren Verlierer: das Fach Religion.
  4. Über die Notwendigkeit von Studien wie PISA bestehen in der Bevölkerung bemerkenswert wenig Zweifel. Einer regelmäßigen Überprüfung von Unterricht stimmen 88 Prozent der Bevölkerung zu.
  5. Populären Forderungen von Politikern aller Lager, wie "Lernen statt Spielen im Kindergarten", "Einschulung mit 5 Jahren" sowie die "Abschaffung
    der Hauptschule" wird eine klare Absage erteilt.
  6. In der Frage nach Studiengebühren spaltet sich die Bevölkerung auch nach dem Urteil des Verfassungsgerichts ziemlich genau in Befürworter und Ablehnende.
    Außerdem zeigt sich eine Art „Gerechtigkeitsempfinden“. Für fast zwei Drittel der Bevölkerung ist nicht einsehbar, warum ein Kindergartenplatz (für den prinzipiell alle Kinder in Frage kommen) bezahlt werden muss, ein Studienplatz (für den nur noch eine Minderheit in Frage kommt) jedoch nicht. (tr, 14. März 2005)

Weitere Informationen:

Letzte Aktualisierung: Dienstag, 24. Januar 2006 17:17

                    

(C) Deutsches Verbände Forum, Bonn, 2008 - www.verbaende.com
in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement e.V. (DGVM)

VERANSTALTUNGEN
PERSONALIA
VERBÄNDEREPORT

Lobbying in Brüssel (Ausgabe 03/2008)

» Verbändereport Archiv

TOP-THEMEN
PRESSE
STATISTIKEN
Weiterführende Informationen rund um das Verbändewesen: Studien zum Berlin-Umzug, Verbändedichte, sowie allg. statistische Informationen.

» Verbändedichte

» Statistiken

» Verbände-Ranking

VERBAND & TAGUNG
PARTNER