"Die Zeiten der Abendkonferenzen sind vorbei. Journalisten arbeiten zwar deutlich länger als andere, möchten nach Feierabend aber dann auch nach Hause", fasst Rafael Rahn, General Manager von LEWIS, die Ergebnisse der Studie zusammen.
Nach Angaben von LEWIS liegen die Präferenzen der befragten Journalisten eindeutig auf den Tagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, wobei jeweils der späte Morgen oder frühe Nachmittag bevorzugt wird.
Der Wochenanfang und der Freitag sind demnach absolute Tabu-Tage für die meisten Journalisten. Vergleicht man die Aussagen der einzelnen Medienvertreter mit den Tagen, an denen in ihren Zeitungen und Magazinen Redaktionsschluss ist, so zeigt sich, dass es eher der Produktionszyklus als das Wochenende ist, der zu dieser Vorliebe führt. Das Ergebnis gilt sowohl für Abend- als auch Morgenveranstaltungen, wobei natürlich der Montagmorgen und der Freitagabend besonders unbeliebt sind.
Fast 70 Prozent Befragten wünschen sich, dass Pressekonferenzen die Dauer von zwei Stunden nicht überschreiten; fast 20 Prozent halten auch noch eine Stunde länger aus.
Einhellig stellt sich das Bild bei Fragen zum Inhalt und zur Wichtigkeit von Pressekonferenzen dar: Vorträge von Firmenvertretern sind oft nicht ausreichend auf die Interessen der Journalisten zugeschnitten.
Der Befragung lag eine Gruppe von 200 Journalisten zugrunde, die sich aus unterschiedlichen Medienvertretern zusammensetzte – von Mitarbeitern überregionaler Tageszeitungen über freie Mitarbeiter bis zu Magazin-Journalisten, die hauptsächlich Fachartikel schreiben. (tr, 09. Aug. 2005)