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Samstag, 17.05.2008

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» Überdurchschnittliche Werteorientierung trägt zum wirtschaftlichen Erfolg bei

In einer Befragung unter 365 führenden Unternehmen in 30 Ländern durch Booz Allen Hamilton und das Aspen Institut wird deutlich, dass fast alle Unternehmen einen schriftlichen Wertekondex besitzen. Über 90 Prozent der Unternehmen binden Partner durch feste Prozesse in das Wertemanegement ein, wobei der Vorstandsvorsitzende den Kodex vorlebt. Werte stehen also auf der Agenda vieler Unternehmen ganz oben. Ziel der Befragung war es, Indizien für einen Zusammenhang aufzudenken zwischen gelebten Unternehmenswerten und überdurchschnittlichem finanziellen Erfolg der beteiligten Unternehmen.

Fast alle befragten Unternehmen betrachten sich als werteorientiert und besitzen feste institutionelle Standards für das Verhalten der Mitarbeiter und des Unternehmens. So fixieren 98 Prozent ihre Unternehmenswerte schriftlich. 90 Prozent bezeichnen integres Verhalten als wichtiges Prinzip. Die Bereiche Unternehmensreputation sowie Beziehungen zu Mitarbeitern und Kunden sehen die Befragten am stärksten durch Werte beeinflusst. So glauben etwa 8 von 10 Befragten, dass sich ihre Kundenorientierung damit weiter verbessere.

In der Frage, ob es Korrelationen zwischen gelebten Werten und finanzieller Performance gibt, belegt die Studie, dass überdurchschnittlicher finanzieller Erfolg von börsennotierten Unternehmen ("Financial Leaders") mit einem guten Wertemanagement einhergeht: für Financial Leader sind Unternehmenswerte kein Modewort, sondern Wirklichkeit. 98 Prozent betrachten ethisches Handeln, respektive Integrität als wichtigsten Wert, wohingegen es bei weniger erfolgreichen Unternehmen 88 Prozent sind.

Auch sonst liegen Financial Leader vor dem Wettbewerb:

  • Mitarbeiterorientierung: 88 Prozent im Vergleich zu 68 Prozent
  • Ehrlichkeit und Offenheit: 85 Prozent bzw. 47 Prozent
  • Übernahme individueller Verantwortung: 68 Prozent bzw. 29 Prozent
  • Flexibilität: 42 Prozent  bzw. 9 Prozent.

"Finanziell erfolgreiche Unternehmen nutzen ihre Werte intensiver. Zum einen, um ihre Mitarbeiter zu steuern und lenken. Zum anderen, um sich am Markt Wettbewerbsvorteile zu verschaffen", so Christian Burger, Partner bei Booz Allen Hamilton und einer der Autoren.

75 Prozent der Entscheider wirtschaftlich erfolgreicher Unternehmen sehen ihr Wertemanagement als sehr effektiv bei der Förderung von Teamgeist und Vertrauen an; 60 Prozent glauben, Eigeninitiative, Anpassungsfähigkeit, Innovationskraft und Unternehmergeist würden unterstützt. Durchschnittlich erfolgreiche Unternehmen stimmen dem nur zu einem Drittel zu.

Die Vorbildfunktion des Vorstandsvorsitzenden spielt bei der unternehmensinternen Durchsetzung der Werte eine maßgebliche Rolle. Er und die Führungskräfte müssen diese Werte definieren, vorleben und gegebenenfalls neuen Bedingungen anpassen. Davon sind 75 Prozent überzeugt, wobei regionale Bindung, Branche und Unternehmensgröße keine Unterschiede in der Bewertung ergeben.

Verstärkende Wirkung auf die Unternehmensethik haben laut Umfrage:

  • die regelmäßige Bewertung von Mitarbeitern: 77 Prozent
  • gezielte interne Kommunikation: 74 Prozent
  • die Schulung von Mitarbeitern: 72 Prozent.

Die Studie zeigt auch regionale Besonderheiten der Corporate Values. Unternehmen in Europa und Asien betonen Umweltschutz und soziale Verantwortung wesentlich häufiger als in Nordamerika (Europa 55 Prozent, Asien 56 Prozent, Nordamerika 34 Prozent). US-Unternehmen wollen mit ihrem Wertekanon überdurchschnittlich stark ethisches Verhalten und Integrität - Nordamerika 95 Prozent, Europa 84 Prozent, Asien 85 Prozent - forcieren. Gemeinsam sind allen Kontinenten die Aspekte Ehrlichkeit, Erfolgsstreben und Mitarbeiterorientierung. (Quelle: www.boozallen.de, 11. Apr. 2005, tr)

Letzte Aktualisierung: Dienstag, 24. Januar 2006 17:15

                    

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