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24.04.2012 11:09

BMF setzt Forderungen zum Ehrenamt um und reagiert auf Kritik des Steuerberaterverbandes


Anfang des Jahres veröffentlichte das Bundesfinanzministerium (BMF) in einem Schreiben Regeln und Anwendungsrichtlinien, die das Ehrenamt betreffen. So wurde festgestellt, in welchen Grenzen Entschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten umsatzsteuerbefreit sind.
Der § 4 Nr. 26 Buchst. b UStG bestimmte diejenigen Umsätze als steuerfrei, die als Entschädigung für eine ehrenamtliche Tätigkeit und nur als Auslagenersatz sowie in einer angemessenen Höhe für Zeitversäumnis gezahlt werden. Entgelte für die ehrenamtliche Tätigkeit würden regelmäßig dann angemessen sein, wenn die Entschädigung den Betrag in Höhe von 50 Euro je Tätigkeitsstunde nicht übersteigen und im Jahr für die gesamten ehrenamtlichen Tätigkeiten den Betrag von 17.500 Euro nicht übersteigt.

„Dabei sollten ursprünglich verschärfte Dokumentationspflichten, Vergütungshöchstgrenzen und die generelle Ablehnung der Umsatzsteuerbefreiung bei Zahlung pauschaler Vergütungen mit Wirkung zum 1.4.2012 in Kraft treten“, kritisiert Steuerberaterin Vicky Johrden vom Deutschen Steuerberaterverband in Berlin. Nach teilweise scharfer Kritik hat das BMF bereits im März das Inkrafttreten der Neuregelung auf den 1.1.2013 verschoben und weitere Anpassungen angekündigt.

„Die entsprechenden Erörterungen sind nunmehr abgeschlossen und werden erneut eine Änderung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses (UStAE) nach sich ziehen. Darin sollen insbesondere die Regelungen zu den Nachweispflichten, der Anerkennung pauschaler Vergütungen und der Berücksichtigung von Auslagenersatz entschärft werden“, so Johrden abschließend. (tr)