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31.07.2012 11:27

E-Administration und E-Partizipation werden immer beliebter


Mehr und mehr Bürger nutzen E-Government-Angebote. Das ergab der kürzlich veröffentliche eGovernment MONITOR 2012, der von der Initiative D21 und ipima, einer Kooperation der Technischen Universität München und ihrem An-Institut fortiss, herausgegeben wird. Damit ist nahezu die Hälfte aller Deutschen bereits heute digital politisch interessiert und engagiert. Damit liegt Deutschland auf Rang drei hinter der Schweiz und Österreich, aber vor – beispielsweise – den USA, die sich mit Blick auf Platz sechs begnügen müssen.
Unter E-Government wird im weitesten Sinne die Möglichkeit verstanden, mit exekutiven Behörden oder legislativen Parlamenten elektronisch zu kommunizieren und Informationen austauschen. Neben der Bereitstellung von Informationen auf elektronischem Wege (via Webseite beispielsweise) wird darunter aber auch die elektronische Sachbearbeitung verstanden. Das Autokennzeichen online zu beantragen, den Ausweis digital zu nutzen oder auch eine Petition auf der Webseite des Bundestages zu unterschreiben gehören genauso dazu wie die Abgabe der Steuererklärung auf elektronischem Wege.

„Das Wachstum in Deutschland freut uns sehr. Allerdings darf dieses Ergebnis nicht darüber hinwegtäuschen, dass damit noch nicht einmal die Hälfte der Onliner erreicht und auch das große Potenzial bei den Offlinern noch längst nicht erschlossen ist“, so Dr. Alfred Zapp, Vizepräsident der Initiative D21 und Mitglied der Geschäftsleitung CSC Deutschland Solutions GmbH. „Wir brauchen mehr Innovationen im E-Government-Bereich, damit Deutschland international zur Spitze aufschließen kann“, ergänzt ihn D21-Präsidiumskollege und Vorstand der IDG Communications Media AG York von Heimburg. Seine zentrale Botschaft an die Entscheider in der Verwaltung lautet deshalb: „Schafft mehr durchgängig digitalisierte Services zur Vereinfachung von Verwaltungsvorgängen! Gerade politische Themen – das zeigt die neu hinzugekomme Nutzersegmentierung – bieten dafür ein großes Potenzial. So könnten Politik und Verwaltung echte Bürgernähe demonstrieren und zugleich positive Abstrahleffekte auf die IT-Branche in Deutschland erzeugen.“ (tr/aj)