Mittelstand ist Vorreiter bei Frauenquote
verbaende.com, 18.04.2012 09:16
Im Mittelstand ist die Frauenquote kaum ein Thema. Weil ein deutlich höherer Anteil weiblicher Führungskräfte längst die Geschicke der kleinen und mittelständischen Unternehmen lenkt. Damit klafft die öffentlich hitzig geführte Debatte mit den realen Zahlen doch erheblich auseinander. Allerdings stimme, so dieselbe Studie, der „magere Frauenanteil“ in Großunternehmen nachdenklich.Das sind die Ergebnisse der Hoppenstedt-Studie „Frauen im Management (FiM)“, die fragte, ob sich durch die in den letzten Jahren engagiert geführten Debatte etwas geändert habe. Das Ergebnis: Kaum. „Gerade auf dem Gipfel der medialen Berichterstattung hat sich nur wenig in den Führungsriegen der Unternehmen getan: Zwischen 2010 und 2012 ist der Anteil von Frauen in Top- und Mittelmanagement deutscher Unternehmen gerade mal von 19,4 auf 20,3 Prozent gestiegen“, schreiben die Autoren. „Der Gegensatz zwischen der öffentlich geführten hitzigen Diskussion um Zielquoten in den Führungsgremien und der realen Entwicklung in deutschen Unternehmen ist mehr als auffällig“, so Laura Anthes, verantwortlich für die Studie.
Über die Studie und die Datenbasis
Die in Zusammenarbeit mit den Experten der Hochschule Osnabrück entwickelte FiM-Datenbank dient als Basis der Studie „Frauen im Management“. Die Studie liefert Aussagen über 132.000 Frauen im Top- und Mittelmanagement. Über Zeitreihen ab dem Jahr 2006 werden konkrete Entwicklungen dargestellt, die es ermöglichen Bundesländer, Regionen und Branchen unter dem Aspekt der Frauen in Führungspositionen näher zu beleuchten. (tr/cl)







