Papier schlägt Bildschirm

verbaende.com, 06.08.2012 09:24
Mailings, Kataloge und Broschüren, die auf Papier daherkommen und gelesen werden, aktivieren mehr Hirnareale als ausschließlich am Bildschirm gelernte Informationen. Papiergebundenes bleibt besser im Gehirn haften, so könnte man sagen. Das ergab eine Studie einer der Deutschen Post AG nahestehenden Forschungseinrichtung.


„Probanden waren beim Lesen von Print-Produkten besser in der Lage, Werbebotschaften und Logos zu lernen und zuzuordnen“, schreiben die Forscher des Siegfried Vögele Instituts (SVI) zum Dialogmarketing. Die Studie wurde anlässlich des 10-jährigen Institut-Jubiläums kürzlich veröffentlicht und gemeinsam mit dem Bonner Institut Life&Brain an der Universitätsklinik Bonn durchgeführt. Ingo Bohlken, Chief Marketing Officer der Deutschen Post und maßgeblicher Initiator der SVI-Gründung, unterstreicht: „Print hat Zukunft! Wer erfolgreich werben und von seinen Zielgruppen wahrgenommen werden möchte, kommt an papiergebundener Werbung nicht vorbei. Und wie Mailings, Kataloge und Broschüren gestaltet sein müssen, weiß niemand besser als die Experten vom Siegfried Vögele Institut.“

Für die Untersuchung sollten Probanden einhundert bekannte und unbekannte Logo-/Claim-Kombinationen „lernen“. Jeweils zur Hälfte wurden diese auf Papier und auf einem Bildschirm präsentiert. Die sonstigen Bedingungen änderten sich nicht. Der Lernerfolg wurde mit einer Befragung und gleichzeitiger Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) gemessen. So werden nicht nur die Richtigkeit der Ergebnisse überprüft, sondern gleichzeitig auch ein Blick ins Gehirn möglich. Welches Gehirn-Areal beim MRT aktiv ist, verriet den Forschern zudem die Qualität der Gedächtnisleistung und damit die „Stärke“ des Lernerfolgs. Damit zeige die Studie, so die Forscher, dass gedruckte Informationen nachhaltiger wirken als Informationen, die nur auf dem Bildschirm dargestellt werden. (tr/aj)


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(Quelle: ghh consult GmbH, Wiesbaden; Tagungs-/Kongressmarkt 2012/2013)

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