SEPA: Einheitlicher EU-Zahlungsraum kommt

verbaende.com, 17.10.2012 10:40
Ab 2014 gelten neue Regeln für Überweisungen, Lastschriften und Einzugsermächtigungen. Sowohl technisch als auch organisatorisch stehen Verbänden notwendige Änderungen und Anpassungen ins Haus. SEPA steht als Abkürzung für das Projekt, im Bankwesen einen europaweit einheitlichen Zahlungsraum für Transaktionen in Euro zu schaffen. Dieser Zahlungsraum soll für alle Bankkunden keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen machen. Der Verbändereport berichtete bereits im Mai ausführlich darüber.


Wahrscheinlich stark betroffen werden spendensammelnde Organisationen sein und diejenigen, die ihre Mitgliedsbeiträge im Lastschrift-Verfahren einziehen. Nicht nur wird das Lastschrift-Verfahren komplizierter, auch werden die – teilweise kurzen und einfachen – nationalen Kontonummern auslaufen und lediglich noch die – bereits bekannten, aber langen und komplizierten – IBAN-Nummern fortgeführt. Bisher sind IBANs nur im internationalen Geldverkehr üblich, spätestens ab Februar 2014 gelten diese auch national. Doch, gottlob, bestehende Einzugsermächtigungen verlieren nicht ihre Gültigkeit. Lediglich muss der Ermächtigungsgeber schriftlich über die Änderungen informiert werden.

„Dies ist eine gute Nachricht für alle, die am Lastschriftverfahren teilnehmen. Wer gültige Einzugsermächtigungen vorliegen hat, um z.B. die Mitgliedsbeiträge einzuziehen, muss keine neuen SEPA-Lastschriftmandate einholen. Die 'Lizenz' zum Geldeinziehen bleibt also gültig“, freut sich Expertin Doris Kunstdorff vom Deutschen Fundraising Verband. Doch, eingeschränkt sei, so betont Kunstdorff, dass lediglich Einzugsermächtigungen mit einer physikalischen Unterschrift gültig bleiben. Im Zweifel sei diese Unterschrift nachträglich nachzuholen.

Für neue „Einzugsermächtigungen“ gelten auch neue Regeln. Das sogenannte „SEPA-Mandat“. Wie bisher auch bei den Einzugsermächtigungen sind Text und Aufbau vorgegeben. Ein solches „Mandat“ wird ausschließlich durch eine physikalische Unterschrift gültig und kann nicht elektronisch erteilt werden. Für die einziehende Organisation wird eine Gläubiger-ID notwendig, die bei der Bundesbank (www.glaeubiger-id.bundesbank.de) per Mail beantragt werden kann, gleichzeitig muss mit der Hausbank eine Inkasso-Vereinbarung abgeschlossen werden. Damit ist auch klar, dass sich – gerade in Bezug auf softwaregestützte Prozesse – einiges ändert. Die Anbieter sind darauf vorbereitet, doch sollte auch im Verband die Einführung und Umsetzung angegangen werden. (tr/cl)

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(Quelle: ghh consult GmbH, Wiesbaden; Tagungs-/Kongressmarkt 2012/2013)

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