Verbände-Apps: Frische Zielgruppen finden, neue Services bereitstellen

verbaende.com, 12.07.2012 10:51
Das "Mobile Business" ist in aller Munde: Der Absatz mobiler Endgeräte wie Smartphones, Laptops oder Notebooks überflügelt langsam den der herkömmlicher Geräte. Die App-Economy boomt seit Jahren. Nach Zahlen der Marktforscher von ABI Research umfasste der weltweite Markt für sogenannte Mobile Apps 2011 bereits 8,5 Mrd. US-Dollar. Im Jahr 2016 soll er dann schon 46 Mrd. Dollar "schwer" sein. Über die Potenziale und Risiken, die sich hieraus für Verbände ergeben, sprachen wir mit Heinz Ingensiep, Gründer und Geschäftsführer des App-Systemhauses Glanzkinder (Köln, Frankfurt am Main und München).


Was sind eigentlich Apps?
Ingensiep: App kommt von Application, also Anwendung, und hat sich als verkürzte Bezeichnung für Anwendungsprogramme eingebürgert, die auf Smartphones und Tablet Computern ablaufen. Hierbei sind grundsätzlich native Apps von so genannten Web Apps zu unterscheiden. Beide haben Vor- und Nachteile: Native Apps werden vor der Verwendung auf das mobile Endgerät heruntergeladen und stellen nach der Installation in der Regel auch ohne bestehende Internetverbindung eine gewisse Funktionalität bereit. Sie müssen speziell für das Betriebssystem der Zielplattform bzw. des jeweiligen Endgerätes programmiert werden. Web Apps sind internetbasierte Anwendungen, die auch ohne Installation im Browser von Smartphone oder Tablet ablaufen. Sie sind daher weniger plattformabhängig, allerdings gewöhnlich offline kaum oder nur eingeschränkt nutzbar. Außerdem erzeugt der Aufruf eines Links auch meist eine geringere Bindung, als es eine native App tut, die beispielsweise auf dem "Home Screen" bzw. der Begrüßungsseite eines iPhones installiert ist – vergleichbar etwa der Leser-Blatt-Bindung eines Print-Mediums wie dem Verbändereport.

Welche mobile Plattform wofür? Warum "iOS first"?
Ingensiep: Derzeit sind Apples iOS (iPhone, iPad, iPod touch) und Googles Android (beispielsweise Endgeräte von HTC, LG, Motorola Samsung und vielen anderen mehr) die mit weitem Abstand beherrschenden mobilen Plattformen für native Apps. Wer die Potenziale seiner eigenen Angebote im "mobilen Markt" derzeit austesten will, setzt in aller Regel auf iOS, da dies der derzeit noch zahlenmäßig (Endgeräte, Nutzer, Downloads) stärkste und vor allem relativ reifste Markt ist.

Warum sollten auch Verbände auf mobile Apps setzen?
Ingensiep: Eine gut gemachte native App kann eine ausgezeichnete mobile Visitenkarte sein: Sie führt zu einer Sichtbarkeit, die anders kaum erreicht werden kann, denn Nutzer suchen in stets zunehmendem Maße nach sie interessierenden Dingen nicht mehr nur auf Suchmaschinen wie Google, sondern auch auf Plattformen wie Apples App Store, Amazons Appstore oder Google Play (dem ehemaligen Android Market). So können Apps durch die Besetzung bestimmter Keywords zu wichtigen Bausteinen der Mitgliederwerbung werden.

Doch auch bei der Mitgliederbindung können Apps helfen. Beispielsweise von Organisationen, die Hightech- oder Kommunikations-Themen besetzen, wird heutzutage eine App einfach erwartet, die zeitgemäße Services bereitstellt – beispielsweise eine Navigation zu lokalen Angeboten oder exklusive Inhalte.
Wichtig ist dabei, dass die App komfortabel und vom Verband selbst gepflegt und (über ein  so genanntes Content Management System oder CMS) aktuell gehalten werden kann. Erst so ergeben sich die notwendigen Synergieeffekte mit beispielsweise den Verbands-News auf Homepage und Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter o.Ä. und mit der Verbandszeitschrift, soweit vorhanden.

Welche positiven Erfahrungen/Referenzen gibt es aus diesem Bereich?
Ingensiep: Glanzkinder hat für den ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) zu dessen großer Zufriedenheit eine erfolgreiche App realisiert (vgl. Verbändereport 6/2011, S. 24-25). Die Apps weiterer Verbände befinden sich in der Konzeptions- oder Projektphase. Diese guten Erfahrungen haben uns dazu bewogen, einen Systembaukasten zu entwickeln, der es Verbänden ermöglicht, zu einem besonders günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis eine App im Do It Yourself-Verfahren zu erstellen.

Was heißt das konkret?
Ingensiep: Dass ein Engagement im Mobile Business für Verbände schon mit wenigen Tausend Euro beginnen kann!

Weitere Informationen:
http://app-programmierung.com/produkte/verbands-app/ubersicht/


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(Quelle: ghh consult GmbH, Wiesbaden; Tagungs-/Kongressmarkt 2012/2013)

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