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verbaende.com
21.08.2013 10:49

Verbände setzen auf Social Media als Einweg-Kommunikation – und das erfolgreich!


So lässt sich das Ergebnis einer aktuell veröffentlichten Untersuchung zusammenfassen, die untersuchte, ob Soziale Medien tatsächlich zu einer höheren Partizipation führen. Gleichzeitig beschreibt die Studie, wie Verbände Social Media einsetzen.
Die Insider wissen, dass 90-9-1 ähnlich auch in den Sozialen Medien gilt. Die 90-9-1-Regel besagt, dass 90 Prozent der Nutzer ausschließlich passiv lesen, neun Prozent gelegentlich kommentieren und nur ein Prozent aktiv Inhalte bereitstellen und am Geschehen partizipieren. Sie wurde für die klassischen Medien aufgestellt, gilt in ähnlicher Weise auch für die neuen - „sozialen“ - Medien: Messe man „die Diskussionskultur deutscher Verbände nur an den Facebook-Profilen, so wären sie autoritäre Organisationen“, fassen die Autoren der Untersuchung zusammen. Beispielsweise ergab eine inhaltliche Analyse von 35 Facebook-Profilen, „dass Information das dominierende Nutzungsangebot ist, Interaktions- bzw. Diskussionsangebote finden sich kaum“.

„Von einer verbreiteten Partizipationskultur sind Verbände damit weit entfernt. Die wenigen Partizipationsangebote haben zumeist allenfalls symbolischen Charakter“, schreiben Prof. Dr. Olaf Hoffjann und Jeannette Gusko in der Untersuchung. Wenn es Verbänden aber gar nicht um die Partizipation nach außen geht, sondern um Kommunikation, sieht das Bild anders aus.

Der Einsatz Sozialer Medien durch Verbände wird als „Fortführung der Pressearbeit mit anderen Mitteln“ verstanden. So wie die Sozialen Medien immer noch relativ neu sind, stehen eben auch Verbände an der Schwelle und „probieren“ die Einsatzmöglichkeiten aus. Doch aber gleichzeitig auch erfolgreich: wer gut und massenweise über die neuen Medien kommuniziert, wird als Überzeugungstäter wahrgenommen, so die Autoren der Untersuchung - und das erleichtert den Zugang zu Entscheidern auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Eine der wichtigen Aufgaben, die Verbände übernehmen. (tr)

Hinweis: ausführliche Einblicke in die Studienergebnisse geben Prof. Dr. Olaf Hoffjann und Jeannette Gusko demnächst im Verbändereport.