Pressemitteilung

BDL will System stark geschützter Herkünfte / Nachwuchs fordert Gestaltung eines zukunftsfähigen Weinbaus

(Berlin) - Stark geschützte Ursprünge brauchen keine Pflanzrechte. Dabei bleibt der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) trotz der aktuellen Diskussion in der Weinbaubranche. Die jungen WinzerInnen sprechen sich für eine Verlängerung der aktuellen EU-Regelung bis zum Jahr 2020 aus, wollen aber den Ausstieg aus dem System der Pflanzrechte aktiv gestalten und in ein neues System stark geschützter Herkünfte überführen.

Die Haltung der jungen WinzerInnen ist konsequent. Denn sie wollen einen zukunftsfähigen Weinbau - einen Weinbau, der Ursprünge schützt und auf unnötigen Kostendruck auf der Angebotsseite, wie im derzeitigen Pflanzrechtesystem, verzichtet. Sie machen sich daher für ein einfaches und klar verständliches Bezeichnungsrecht, für stark geschützte Herkünfte sowie für die Stärkung der ErzeugerInnen und den Verzicht auf marktverzerrende Maßnahmen stark.

Die JungwinzerInnen wollen ein zukunftsfähiges EU-Regelsystem für Wein, das den Strukturwandel begleitet und die geschützten Gebiete festigt. Mit konsequentem Qualitätsmanagement und gezielter Profilierung ließen sich die regionale Identität und die ländlichen Regionen stärken - mit ihren Besonderheiten wie Steillagen oder Terrassen, heißt es beim BDL.

Angesichts des möglichen Auslaufens des EU-Pflanzrechtesystems fordern die JungwinzerInnen im BDL Politik und Verbände der deutschen Weinwirtschaft auf, den Ausstieg langfristig vorzubereiten und zu begleiten. Der Weg führe in ein liberalisiertes und offenes System, heißt es bei den jungen WinzerInnen. Dafür müssten schon jetzt Wege und Möglichkeiten diskutiert und auf den Weg gebracht werden.

Derzeit beschäftigt sich eine von EU-Agrar-Kommissar Dacian Cioloş gebildete hochrangige ExpertInnengruppe mit der Zukunft der Pflanzrechte, weil sich immer mehr EU-Länder gegen das bereits beschlossene Auslaufen der Pflanzrechte aussprechen. "Wir fordern die ExpertInnen auf, die Vorschläge und Ideen junger Winzerinnen und Winzer aufzugreifen, um die Voraussetzungen für die wettbewerbsfähige Zukunft der Weinwirtschaft zu schaffen", so Alexander Flick, der für den Weinbau in den BDL-Bundesvorstand kooptiert ist.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. (BDL), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Carina Gräschke, Pressereferentin
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206
E-Mail: c.graeschke@landjugend.de
Internet: http://www.landjugend.de
(dvf, cl)


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