Pressemitteilung

14.08.2001 06:45
Europäische Kommission

EU-Bevölkerung im Jahr 2000 leicht gestiegen

(Brüssel/Berlin) - Am 1. Januar 2001 zählte die EU 377,0 Mio. Einwohner und liegt damit weltweit an dritter Stelle, mit großem Abstand zu China (1,273 Mrd.) und Indien (1,030 Mrd.).

Die Bevölkerung der EU nahm im Jahr 2000 um 1 053 000 Personen oder 2,8Prozent zu, verglichen mit einer Erhöhung um 2,7Prozent im Jahr 1999. Dieser leichte Anstieg des Bevölkerungswachstums der EU ist auf die Zunahme des natürlichen Wachstums (372 000 Personen im Jahr 2000 gegenüber 261 000 im Jahr 1999) zurückzuführen. Die Nettozuwanderung, die leicht rückläufig war (680 000 im Jahr 2000 gegenüber 735 000 im Jahr 1999), bleibt aber weiter die wesentliche Komponente des Bevölkerungswachstums.

Die Bevölkerungsentwicklung in der EU war 2000 außerdem durch einen Anstieg der Fruchtbarkeitsziffer, den anhaltenden Rückgang der Sterbeziffer und eine längere Lebenserwartung gekennzeichnet. Diese Zahlen gehen aus einem Bericht hervor, der heute gemeinsam von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg, und dem Europarat veröffentlicht wurde.

Innerhalb der EU verzeichneten im Jahr 2000 sämtliche Mitgliedstaaten einen Bevölkerungsanstieg. Die niedrigste Wachstumsrate war in Deutschland zu beobachten (+0,4 Prozent), gefolgt von Spanien (+1,2 Prozent); dagegen verbuchten Luxemburg (+12,8 Prozent) und Irland (+11,4 Prozent) die höchsten Anstiege.

Die Mehrzahl der EU-Länder verdankt diesen Anstieg einem positiven Wanderungssaldo. Allerdings gab das natürliche Wachstum den Ausschlag in Spanien, Frankreich, Irland, den Niederlanden, Portugal und Finnland. In Deutschland dagegen war das natürliche Wachstum 2000 negativ sowie – weniger ausgeprägt – in Italien, Schweden und Griechenland; ohne Nettozuwanderung wäre die Bevölkerung dieser Länder zurückgegangen.

Zum Anstieg der Weltbevölkerung im Jahr 2000 um über 75 Mio. Einwohner hat die EU nur mit etwas mehr als 1Prozent beigetragen. Der Anteil Indiens betrug 21Prozent bei einem Bevölkerungswachstum von 15,6 Prozent und der Chinas 15Prozent bei einem Bevölkerungswachstum von 9 Prozent. Ein Bevölkerungswachstum von 9 Prozent verzeichneten auch die Vereinigten Staaten, das ist der dreifache Wert der EU.

Praktisch konstant blieb die Einwohnerzahl Japans (+1,8 Prozent), während die Einwohnerzahl der Russischen Föderation um 5,2 Prozent zurückging.

Unter den Beitrittsländern verzeichneten Lettland (-5,8 Prozent) und Bulgarien (-5,1 Prozent) den stärksten Bevölkerungsrückgang, den größten Anstieg verbuchten die Türkei (+14,8 Prozent), Malta (+6,8 Prozent) und Zypern (+5,9 Prozent).


Quelle und Kontaktadresse:
Europäische Kommission
Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland
Unter den Linden 78
10117 Berlin
Telefon: 030 / 2280 - 2000
Telefax: 030 / 2280 - 2222
E-Mail: eu-kommission-de@cec.eu.int
Internet: http://www.eu-kommission.de
(dvf)


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