Pressemitteilung

Einmalig in Deutschland / TUHH und Nordmetall definieren das Duale Studium neu / Kombi aus Studium und Praxis jetzt in 5 Fächern / Nordmetall erhöht Förderung auf 200.000 Euro

(Hamburg) - An Berufsakademien und Fachhochschulen sind duale Studiengänge bereits seit vielen Jahren erfolgreich. Als erste Technische Universität hat die TU Hamburg-Harburg gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Nordmetall ein duales Studienprogramm aufgelegt, das nun erweitert wird: Neben den anfangs angebotenen Studiengängen Informatik-Ingenieurwesen und Mechatronik können Interessierte jetzt auch aus den drei weiteren Studiengängen Maschinenbau, Schiffbau und Elektrotechnik wählen.

Das Konzept trägt den Titel "dual@TUHH" und ist bundesweit einzigartig. Es kombiniert die Theorie auf Universitätsniveau mit der Praxis in renommierten Unternehmen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie. "Dual" steht dabei nicht für die Kombination aus Studium und gleichzeitiger Berufsausbildung, sondern für ein vollwertiges ingenieurwissenschaftliches Studium an der TUHH, das während der vorlesungsfreien Zeit um ausgedehnte Praktikumsphasen ergänzt wird. "Wir mussten also keinen eigenen, neuen dualen Studiengang entwickeln, sondern konnten die Praxisphase in ganz normale Studiengänge integrieren. Das macht das Konzept so leicht erweiterbar", sagt Hans-Günter Trepte, Leiter Arbeitsmarkt und Berufsbildung bei Nordmetall.

In den Unternehmen können die dual Studierenden das theoretische Wissen aus den Uni-Vorlesungen anwenden und festigen. Gleichzeitig wird während der betrieblichen Einsätze weitergehendes Spezialwissen vermittelt.

"Die Zeiten im Betrieb sind keine Beeinträchtigung für eine erfolgreiche Absolvierung des anspruchsvollen TUHH-Studiums, ganz im Gegenteil", so Projektleiter Professor Sven-Ole Voigt. Es habe sich gezeigt, dass dual Studierende den Abschluss an der TUHH schneller und mit besseren Studienleistungen erreichen würden.

Die mittlerweile rund 100 dual Studierenden stehen bei Ihrem jeweiligen Partnerunternehmen unter Vertrag und erhalten eine monatliche Vergütung in Höhe von 830 bis 900 Euro. Sie können sich damit während der Vorlesungszeit finanziell unabhängig und damit vollständig auf das TUHH-Studium konzentrieren. "Die Praxisphasen wirken motivierend und helfen zusätzlich, die anspruchsvolle Theorie durch praktische Anwendung zu verstehen," so Voigt. Abgerundet wird das hochwertige Qualifikationsprofil durch exklusive Seminare zur immer wichtiger werdenden Sozialkompetenz.

Vor acht Jahren begannen TUHH und Nordmetall mit einem Pilotprojekt: Das sogenannte "Infotronik-Programm" umfasste in der Erprobung zunächst nur den Studiengang Informatik-Ingenieurwesen. Nach dem großen Erfolg der ersten Jahrgänge - insbesondere auch im neuen Bachelor-Studiengang Informatik-Ingenieurwesen - wurde das Angebot inzwischen um die Studiengänge Maschinenbau, Mechatronik, Schiffbau und Elektrotechnik erweitert. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Partnerunternehmen auf insgesamt 18 Unternehmen mehr als vervierfacht, sodass mittlerweile mehr als 20 Studienförderungsplätze pro Jahrgang angeboten werden können - Tendenz steigend.

Zur Finanzierung der begleitenden Koordinierung, zusätzlicher Seminare und der Gewinnung geeigneter Studenten im Rahmen von "dual@TUHH" hat Nordmetall seine Unterstützung zum Jahreswechsel auf 200.000 Euro erhöht und damit die bislang sehr erfolgreiche Kooperation mit der TUHH weiter ausgebaut.

Weitere Informationen zur dualen Studienförderung "dual@TUHH" im Internet auf:

http://dual.tu-harburg.de

Quelle und Kontaktadresse:
NORDMETALL Verband der Metall- und Elektro-Industrie e.V.
Peter Haas, Kommunikation / Pressestelle
Kapstadtring 10, 22297 Hamburg
Telefon: (040) 63784200, Telefax: (040) 63784234
E-Mail: haas@nordmetall.de
Internet: http://www.nordmetall.com
(dvf, cl)


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