Pressemitteilung

Familienunternehmer: Energiepolitik braucht mehr Wettbewerb statt Planwirtschaft / Lutz Goebel: Nachteile für Industrie und soziale Unausgewogenheit bei Energiewende beseitigen

(Berlin) - DIE FAMILIENUNTERNEHMER fordern mehr Markt- und weniger Planwirtschaft in der Energiepolitik. "Wir Familienunternehmer sind sehr besorgt, dass die Energiewende zu höheren Kosten für die deutsche Industrie und zu noch größerer sozialer Unausgewogenheit führt. Die Debatte darüber muss tabulos geführt werden. Der Klimaschutz muss Vorrang vor dem Schutz einzelner Energiebranchen haben. Es ist inakzeptabel, dass die Breite der Wirtschaft und die privaten Stromverbraucher Einzelbranchen der Erneuerbaren dauerhaft subventionieren und dazu noch die Renditen von Investoren in diese absolut risikofrei stellen. Das geht auf Kosten unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit und ist dazu noch sozial ungerecht. Die Hälfte des Strompreises ist staatlich beeinflusst, deshalb macht es wenig Sinn, an nur einer kleinen Stellschraube wie der Öko-Steuer zu drehen. Hier steht die Politik stärker in der Pflicht das Gesamtsystem zu reformieren!", forderte Lutz Goebel, Präsident von DIE FAMILIENUNTERNEHMER.

Lutz Goebel weiter: "Die staatlichen Abgaben auf den Strompreis sind in den vergangenen Jahren extrem gestiegen. Größter Kostentreiber ist hier die EEG-Umlage. Der Fehler liegt im System: Das EEG war für einen Nischenmarkt akzeptabel, aber die erneuerbaren Energien sind längst aus den Kinderschuhen rausgewachsen. Ihre Branchenunternehmen müssen in den Markt integriert werden, sie benötigen Wettbewerb und sie müssen sich wie jedes andere Unternehmen auch am Weltmarkt ohne Subventionen durchsetzen. Um die Verbraucher zu entlasten, liegt bei einer stärkeren Kürzung dieser Subventionen der richtige Hebel. Immerhin summierten sich die Vergütungen für die erneuerbaren Energien im Jahr 2011 auf stattliche 16,4 Mrd. Euro. Und es wird sprunghaft mehr. Durch die auf 20 Jahre garantierte Vergütung kann hier kurzfristig nicht abgebaut werden. Aber jeder Tag, den wir so weiter machen, wird uns in Zukunft noch mehr kosten."

DIE FAMILIENUNTERNEHMER unterstützen die Energiewende und wissen, dass diese nicht zum Nulltarif zu haben ist. Aber der eingeschlagene planwirtschaftliche Ansatz führt zu unnötigen Kosten, die auf den Klimaschutz keinen positiven Effekt haben.

Quelle und Kontaktadresse:
DIE FAMILIENUNTERNEHMER - ASU e.V. (ASU), Bundesgeschäftsstelle
Klaus-Hubert Fugger, Pressesprecher
Charlottenstr. 24, 10117 Berlin
Telefon: (030) 300650, Telefax: (030) 30065390
E-Mail: fugger@familienunternehmer.eu
Internet: http://www.familienunternehmer.eu
(dvf, rf)


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