Pressemitteilung

Kabelindustrie sieht sich gut gerüstet für den Netzausbau

(Frankfurt am Main) - Für die Energiewende ist nach Auffassung der Kabelindustrie der Ausbau der 380 Kilovolt Stromübertragungsnetze für große Distanzen nicht ausreichend. Ein Engpass drohe auch bei regionalen Verteilnetzen von 10 bis 30 Kilovolt, deren Größe und Konfiguration den neuen Erfordernissen zügig angepasst werden müssen. Nur so ließen sich Netzabschaltungen durch zu hohe Einspeisung von dezentral erzeugten erneuerbaren Energien vermeiden. Hans Nieman, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Kabel und isolierte Drähte, betonte jedoch auf der diesjährigen Fachverbands-Jahrestagung: "Die Kabelindustrie hat alle technischen Lösungen für die Energiewende. Das gilt sowohl für den Ausbau der Energie- und Kommunikationsnetze, als auch für die Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energien, oder für die Elektromobilität."

Nieman: "Wie der aktuell von den Netzbetreibern vorgelegte Netzentwicklungsplan zeigt, sind die Aufwendungen, die im Übertragungs- und Verteilnetz anzugehen sind, enorm. Und die Umsetzung muss schnellstens erfolgen. Das wird eine Herausforderung, nicht nur für die Netzbetreiber, sondern für unsere gesamte Gesellschaft. Aber unsere Industrie sieht sich gut gerüstet." Es sei ausreichend Kapazität vorhanden, um die über die nächsten zehn Jahre geforderten Kabelkilometer bereitzustellen.

Peter Franke, Vizepräsident der Bundesnetzagentur, betonte dabei: "Es ist wichtig, dass die Bundesländer hier bei den Planungen und Genehmigungsverfahren mitziehen. Der Kanzlergipfel hat klar vor Augen geführt, dass alle Akteure gemeinsam und koordiniert handeln müssen, damit der Netzausbau zügig voranschreiten kann."

Wie man Verzögerungen des Netzausbaus entgegenwirken könne, erläuterte Prof. Dr. Uwe Leprich vom Institut IZES gGmbH anhand einer im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellten Studie: "Wir haben die Kosten von Freileitungen mit Erdkabeln verglichen. Bei einer nur um ein Jahr schnelleren Realisierung einer 60 km-Trasse durch teilweise Verkabelung unter der Erde sind die Gesamtkosten dem verzögerten Ausbau ausschließlich mit Freileitungen gleichzusetzen. Teilverkabelung kann durch die Beseitigung von Akzeptanzproblemen in sensiblen Bereichen helfen, den Netzausbau zu beschleunigen - und dass wirtschaftlich."

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
Pressestelle
Lyoner Str. 9, 60528 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317
E-Mail: presse@zvei.org
Internet: http://www.zvei.org
(dvf, cl)


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Ausgabe 07|Oktober 2014
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