Pressemitteilung

Kempen lobt Ethikkodex der Ökonomen / DHV will mehr Transparenz über nichtstaatliche Forschungsförderung in allen Fächern

(Bonn) - Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Dr. Bernhard Kempen, hat den vom Verein für Socialpolitik beschlossenen Ethikkodex gelobt. Der Verein für Socialpolitik ist mit rund 3.800 individuellen und korporativen Mitgliedern die größte Vereinigung von Wirtschaftswissenschaftlern im deutschsprachigen Raum und will Vorhaltungen, nicht erkenntnis-, sondern interessengeleitet zu forschen, durch Transparenz begegnen.

"Der Ethikkodex der Ökonomen hat Vorbildfunktion für andere Fächer und greift Forderungen des DHV als Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem März des Jahres 2010 auf", erklärte Kempen. Wissenschaft als Suche nach Wahrheit schließe die Indienstnahme durch Dritte aus. "Wer dem Vorwurf, sich instrumentalisieren zu lassen, wirkungsvoll entgegentreten will, muss mit offenen Karten spielen. Die Namen von Geldgebern oder Unterstützern eines Forschungsprojektes müssen deshalb grundsätzlich offengelegt werden", erläuterte Kempen. Auch seien Interessekonflikte offenzulegen. Fachzeitschriften sollten darüber hinaus die einem Fachbeitrag zugrundeliegenden Zuwendungsverhältnisse des Autors offenlegen bzw. die entsprechenden Angaben vom Autor fordern. "Auch Kooperationsverträge, die Hochschulen mit Unternehmen schließen, müssen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden", ergänzte Kempen. "Für die Öffentlichkeit muss bei Kooperationen zwischen Unternehmen und Universitäten nachvollziehbar sein, dass der Geldgeber weder auf Forschung und Lehre noch auf die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen Einfluss nehmen kann."

Zu den Pflichten eines jeden Hochschullehrers gehöre, Studierende vom ersten Semester an für mögliche Loyalitätskonflikte zu sensibilisieren. "Fachbezogene Ethik mit Bezug zur jeweiligen Wissenschaftsgeschichte muss an allen deutschen Universitäten ein Teil des Pflichtlehrangebotes werden", betonte Kempen abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Hochschulverband (DHV)
Pressestelle
Rheinallee 18-20, 53173 Bonn
Telefon: (0228) 9026666, Telefax: (0228) 9026680
E-Mail: presse@hochschulverband.de
Internet: http://www.hochschulverband.de
(dvf)


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