Pressemitteilung

Landesregierung in Schleswig-Holstein erleichtert Altenpflegeausbildung und fordert den Bund / bpa: Schulgeldfreiheit und mehr Ausbildungsplätze sind die richtigen Signale - bpa sieht sich in seinen Forderungen bestätigt

(Berlin) - Aktuell diskutierte der Landtag in Schleswig-Holstein über die Zukunft der Pflege und legte einen Fokus auf die Pflegeausbildung. Anknüpfend an die Vorgängerregierung wurde entschieden, 400 Schulplätze mehr in der Altenpflegeausbildung schulgeldfrei bereitzustellen. Die Zahl der vollfinanzierten Ausbildungsplätze steigt damit von gegenwärtig 1200 auf 1600 Plätze an. Der bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. - begrüßt die Initiative und sichert der Sozialministerin Kristin Alheit seine Unterstützung zu.

"Mit der Zusicherung des Landes Schleswig-Holstein, die Schulplätze für die Altenpflegeauszubildenden, wie in allen anderen Berufsschulen auch, ohne Schulgeld zur Verfügung zu stellen, werden endlich dringend nötige Anreize für die kommenden Auszubildenden gesetzt. Diese Entwicklung gibt das nötige Signal an die Pflegekräfte von Morgen, die wir so dringend brauchen", so Mathias Steinbuck, Vorsitzender der bpa-Landesgruppe Schleswig-Holstein. Der bpa unterstützt die Aktivitäten der Landesregierung, die Attraktivität der Pflegeberufe, insbesondere die der Altenpflege, zu stärken. In Schleswig-Holstein versorgen insgesamt 1056 Pflegeeinrichtungen Pflegebedürftige ambulant und stationär. 668 davon sind in privater Trägerschaft, deren Interessen der bpa vertritt.

Vor diesem Hintergrund wird der bpa auch in den kommenden Jahren zusammen mit seinen Mitgliedern die Anzahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege deutlich steigern und sich für eine Imageaufwertung der Pflege und angemessene Rahmenbedingungen einsetzen. "Wir werden die jungen Menschen direkt ansprechen und für die attraktive Arbeit mit Menschen werben. Dafür planen wir Informationsgespräche z. B. in Schulen sowie an weiteren geeigneten Orte, in denen wir die Attraktivität und Perspektiven dieses schönen, krisensicheren und ortsnahen Berufs im direkten Gespräch vorstellen. Wenn wir jetzt nicht in Ausbildung und Qualifizierung investieren, werden die Konsequenzen morgen um ein Vielfaches teurer und bitterer sein. Die Landesregierung Schleswig-Holsteins hat beschlossen, aktiv zu investieren und wir werden die Ausbildungsplätze bereitstellen. Gemeinsam erwarten wir, dass jetzt auch die Bundesregierung aktiv wird", so Steinbuck weiter.

In allen Bundesländern sorgt der bpa seit Jahren u. a. mit seiner Ausbildungsoffensive für derzeit insgesamt 17.700 zukunftssichere Ausbildungsplätze. Zu Recht hat die Sozialministerin darauf hingewiesen, dass seit Längerem ein konkretes Maßnahmenpaket zur bundesweiten Förderung zur Unterzeichnung vorliegt: die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive. Neben den Bundesländern war auch der bpa an der Erarbeitung beteiligt. Die beispielhafte Offensive von vier Bundesministerien und allen relevanten Gruppen ist seit Monaten abgestimmt. Der bpa fordert erneut dazu auf, die vor Wochen seitens der Bundesagentur für Arbeit kolportierten Unstimmigkeiten endlich zu beenden und das so nötige Maßnahmenpaket für die Pflegeausbildung und -qualifizierung unverzüglich auf den Weg zu bringen. "Wir brauchen Förderung und Finanzierung von Ausbildung und Qualifizierung - jetzt und bundesweit! Wenn nicht schnell effektivere Rahmenbedingungen für potenzielle Fachkräfte geschaffen werden, werden wir vergeblich gegen den Fachkräftemangel und für Qualität kämpfen", so bpa-Präsident Bernd Meurer.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bundesgeschäftsstelle
Britta March, Pressereferentin
Friedrichstr. 148, 10117 Berlin
Telefon: (030) 30878860, Telefax: (030) 30878889
E-Mail: march@bpa.de
Internet: http://www.bpa.de
(dvf, cl)


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Ausgabe 07|Oktober 2014
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