Pressemitteilung
20.07.2012 12:42
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM)
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM)
Olympia am Arbeitsplatz / Mehrheit der Arbeitnehmer darf keine Livestreams sehen / Nur 4 Prozent wollen Olympia-Wettkämpfe bei der Arbeit im Web schauen / Arbeitgeber entscheiden über private Internetnutzung am Arbeitsplatz
(Berlin) - Bei den Olympischen Sommerspielen in London werden so viele Wettkämpfe wie nie zuvor im Internet übertragen. Doch nur 4 Prozent der Angestellten wollen Olympia während der Arbeitszeit hin und wieder per Video-Live-Stream im Web schauen. 95 Prozent der Arbeitnehmer werden online keine Wettkämpfe am Arbeitsplatz ansehen. Der Hauptgrund: Den meisten (57 Prozent) ist es verboten, Video-Livestreams per Web zu schauen. Jeder Fünfte (20 Prozent) hat im Job keinen mit dem Internet verbunden Computer zur Verfügung. 28 Prozent interessieren sich nicht für Olympia. Das ergibt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. "Arbeitnehmer sollten sich zuerst nach der Regelung in ihrem Unternehmen erkundigen, bevor sie einen Livestream starten", sagt der Arbeitsrechtsexperte des BITKOM, Arne Gattermann.Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF nutzen das Internet für die Berichterstattung zu den olympischen Spielen in London so stark wie noch nie: In sechs parallelen Video-Livestreams werden täglich bis zu 60 Stunden Sport im Internet zu sehen sein. In Deutschland gibt es kein Gesetz, das die private Internetnutzung am Arbeitsplatz regelt. Allein der Arbeitgeber entscheidet darüber. Arbeitnehmer sollten sich zur Sicherheit in der Personalabteilung nach entsprechenden Regelungen erkundigen. BITKOM rät Arbeitgebern, klare Regeln für die private Internetnutzung am Arbeitsplatz aufzustellen - etwa im Arbeitsvertrag, als Richtlinie oder Vereinbarung mit dem Betriebsrat. "Berufs- und Privatleben verschmelzen zunehmend miteinander", so Gattermann. "88 Prozent der Arbeitnehmer sind auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten per E-Mail oder Handy erreichbar. Dies sollte auch umgekehrt bei der Frage der privaten Internetnutzung am Arbeitsplatz gewürdigt werden."
Zur Methodik: Für die Angaben zum Schauen der Olympischen Spiele per Internet-Livestream am Arbeitsplatz befragte das Forschungsinstitut Forsa im Auftrag des BITKOM 500 Berufstätige ab 14 Jahren. Die Daten zur Erreichbarkeit nach Feierabend wurden durch die Aris Umfrageforschung erhoben. Hierfür wurden 1.000 Personen ab 14 Jahren in Privathaushalten befragt. Beide Umfragen sind repräsentativ.
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(dvf, cl)
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