Pressemitteilung

Rentner in Minijobs: Altersarmut tritt jetzt offen zu Tage

(Berlin) - "Die stark angestiegene Zahl von Ruheständlern mit einem Minijob ist ein deutliches Alarmzeichen. Denn es ist davon auszugehen, dass ein großer Teil der betroffenen Menschen zum Broterwerb im hohen Alter gezwungen ist." Das erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer heute zu den veröffentlichten Zahlen über Senioren mit Minijob. "Die ganze Tragweite der jahrelangen Kaufkraftverluste zeichnet sich immer stärker ab. Insbesondere durch Nullrunden und magere Rentenanpassungen sind die sozialen Abstiegsängste vieler Rentnerinnen und Rentner nun traurige Gewissheit", erklärte Bauer. Nach Berechnungen des SoVD liegt der Kaufkraftverlust bei den Renten seit 2004 bei bis zu zehn Prozent. Der SoVD-Präsident forderte die Bundesregierung zu wirksamen Gegenmaßnahmen auf und warnte davor, die rasch wachsende Gefahr einer zunehmenden Altersarmut zu unterschätzen. "Die bisher vorgelegten Maßnahmen sind unzureichend und werden nicht dabei helfen, die Ausbreitung der Altersarmut einzudämmen", warnte Bauer.

Quelle und Kontaktadresse:
Sozialverband Deutschland e.V. - Bundesverband (SoVD)
Pressestelle
Stralauer Str. 63, 10179 Berlin
Telefon: (030) 726222-0, Telefax: (030) 726222-311
E-Mail: pressestelle@sovd.de
Internet: http://www.sozialverband.de
(dvf, cl)


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