Pressemitteilung

Stoppt das Lebensmittel-Mobbing: LandFrauen verabschieden Resolution

(Berlin) - Eine nachhaltige Reduzierung des Lebensmittelabfalls bedeutet weitere Anstrengungen der Politik, des Handels, der Wirtschaft und der Verbände, die über reine Öffentlichkeitsarbeit hinausgehen. Ebenso ist ein Umdenken jedes einzelnen Verbrauchers im Umgang mit Lebensmitteln gefordert. So lauten zentrale Aussagen einer Resolution, die am Mittwoch von den Mitgliedsverbänden des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) auf ihrer Klausurtagung in Weilburg verabschiedet wurde.

"Nach den ersten öffentlichkeitswirksamen Initiativen aus Politik und Gesellschaft dürfen wir in den Bemühungen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen nicht nachlassen", fasst dlv-Präsidentin Brigitte Scherb zusammen. "Ohne konzeptionell durchdachte flankierende Maßnahmen in der Verbraucherbildung verpuffen die aktuellen Informationskampagnen des Bundeslandwirtschaftsministeriums in der Luft. Wir brauchen eine Gesamtstrategie entlang der Wertschöpfungskette, die mit allen Beteiligten an einem Runden Tisch erarbeitet werden muss."

Mit Blick auf die kommenden Haushaltsverhandlungen mahnt Scherb an, dass für die Verbraucherbildung entsprechende Mittel von Bund und Ländern bereitgestellt werden müssten.

Zu Gast bei der Klausurtagung in Weilburg waren externe Referenten, darunter die SPD-Bundestagsabgeordnete Elvira Drobinski-Weiß. Als Initiatorin des Bundestagsantrages für eine Strategie gegen Lebensmittelverschwendung sprach sie über den aktuellen Stand der Verhandlungen. Jakob Barabosz, Universität Stuttgart, Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (iswa) gab einen Überblick über die aktuelle Datenlage und zeigte weiteren Forschungsbedarf und Handlungsempfehlungen auf, darunter die Einführung eines Daten- und Mengenmonitorings. Das iswa hatte die vom Bundeslandwirtschaftsministerium beauftragte Studie zur Ermittlung weggeworfener Lebensmittelabfälle durchgeführt. Friedhelm Dornseifer, Präsident des Deutschen Lebensmittelhandels und Inhaber von "Ihr Frischemarkt" stellte sein Unternehmenskonzept für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln vor. Die Präsidentin des LandFrauenverbandes Rheinland-Nassau und Europaabgeordnete Christa Klaß berichtete von der Arbeit auf EU-Ebene. Im Laufe des Jahres 2013 soll von der EU-Kommission ein Vorschlag für eine Gesamtstrategie zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen vorgelegt werden.

Die Präsidentinnen des LandFrauenverbandes Schleswig-Holstein Marga Trede und des Rheinischen LandFrauenverbandes Margret Vosseler stellten beispielhaft die Initiativen ihrer Verbänden zum bundesweiten LandFrauen-Jahresthema "Lebensmittelverschwendung" vor. LandFrauen nahmen an der Kampagne des Landwirtschaftsministeriums Schleswig-Holstein "Bewusst einkaufen kann jeder.de" teil. In Nordrhein-Westfalen wirkten LandFrauen aktiv am Runden Tisch der Landesregierung "Neue Wertschätzung für Lebensmittel" mit. "Zum Abschluss unseres Jahresthemas werden wir die Ergebnisse der vielfältigen bundesweiten LandFrauen-Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung im Rahmen der Grünen Woche 2013 in Berlin präsentieren", kündigte dlv-Präsidentin Scherb an.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Ursula Zimmermann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919
E-Mail: zimmermann@landfrauen.info
Internet: http://www.landfrauen.info
(dvf, cl)


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