Pressemitteilung

VhU zum hessischen Aktionsplan Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention / Fasbender: "Wir brauchen eine neue Balance zwischen Inklusion und Sondersystemen für Behinderte!"

(Frankfurt am Main) - Die Zielrichtung der UN-Behindertenrechtskonvention und des hessischen Aktionsplans, dass behinderte Menschen soweit wie möglich am "normalen Leben" teilhaben, ist völlig richtig. Damit wird die bisherige Fixierung auf Betreuung Behinderter in Sondereinrichtungen abgelöst. Inklusion sollte aber auch nicht zum Dogma um jeden Preis gemacht werden. Denn wo behinderte Menschen die Förderung im geschützten Raum brauchen, muss sie auch dort erbracht werden.

"Wenn irgend möglich und von Anfang an sollten Behinderte und ihre Unterstützer konsequent eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt anstreben. Beste Voraussetzung ist eine Ausbildung direkt im Betrieb oder aber bei einem Bildungsträger mit möglichst vielen Betriebspraktika. Heute sind in Hessen über 100.000 schwerbehinderte Menschen und damit rund 40 Prozent mehr als noch vor knapp 10 Jahren beschäftigt. Dies belegt, dass behinderte Menschen als leistungsorientierte Arbeitskräfte ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft sind", erklärte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

Mit dem Ziel der besseren Einbeziehung (Inklusion) behinderter Menschen in die Gesellschaft müsse aber auch klar sein, dass das System stationärer Sondereinrichtungen von der Schulvorbereitung über Förderschulen, Berufsvorbereitung und Ausbildung bei einem Bildungsträger bis zu Werkstätten für behinderte Menschen durchlässiger werden müsse. Auf jeder Stufe und so früh wie möglich müssen Behinderte das Sondersystem verlassen können, wenn sie auch außerhalb ausreichend gefördert werden können. "Arbeitsweise und Umfang der Sondersysteme für Behinderte müssen auf den Prüfstand. Stationäre Strukturen völlig unverändert vorzuhalten wäre unnötig. Außerdem verführen bestehende Platzkapazitäten in stationären Einrichtungen dazu, sie auch zu besetzen", sagte Fasbender.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)
Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation
Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126
E-Mail: UKirsch@vhu.de
Internet: http://www.vhu.de
(dvf, cl)


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Ausgabe 07|Oktober 2014
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