Pressemitteilung

Wesiack: "Punktwert darf nicht gesenkt werden" / Kassen-Vorstoß gefährdet die Versorgung

(Wiesbaden) - Auf völliges Unverständnis des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI e.V.) stößt die Forderung des GKV-Spitzenverbandes, den Orientierungspunktwert für die Vergütung ärztlicher Leistungen von derzeit 3,5 Cent auf 3,25 Cent zu senken. BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack warnt die Kassen davor, die Versorgung der Bevölkerung durch derartige finanziell radikale Einschnitte zu gefährden.

Der Orientierungspunktwert ist mit 3,5 Cent gegenüber dem Kalkulationspunktwert im EBM von 5,11 Cent ohnehin zu niedrig bemessen. Seit 2009 ist er unverändert gültig, während gleichzeitig das Geld um 5,6 Prozent entwertet wurde und die Grundlohnsumme um fast 5 Prozent gestiegen ist. Viele Vertragsärzte überschreiten ihre Regelleistungsvolumina bei der Fallzahl und den Leistungen, um ihre Patienten noch sachgerecht versorgen zu können. Dies führt dazu, dass der wahre durchschnittliche Punktwert ohnehin deutlich unter 3,5 Cent liegt. Allein durch einen Inflationsausgleich müsste jedoch der Originalpunktwert jetzt auf einem Niveau von mindestens 3,7 Cent liegen.

Die Krankenkassen begründen ihre Forderung mit angeblichen Rationalisierungsgewinnen der Praxen und wollen diese in ihre eigenen, zurzeit überreichlich vollen Kassen lenken. Der BDI verurteilt dieses Ansinnen als leistungsfeindlich und Gefahr für den Standard der aktuellen ambulanten Versorgung.

Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)
Tilo Radau, Geschäftsführer
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Telefon: (0611) 18133-0, Telefax: (0611) 18133-50
E-Mail: info@bdi.de
Internet: http://www.bdi.de
(dvf, tr)


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