Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)

Westeuropa: Pkw-Absatz liegt bis September nur knapp 2 Prozent unter Vorjahresniveau

(Frankfurt) - In Westeuropa haben sich die Pkw-Neuzulassungen nach dem schwachen August-Ergebnis kräftig erholt. Mit 1,36 Mio. abgesetzten Fahrzeugen fielen sie im September 4 Prozent höher aus als im September 2002. Dieser Anstieg ist vor allem auf die positiven Absatzergebnisse in den Volumenländern Spanien (+15 Prozent aufgrund des Auslaufens von Incentives zum Jahresende), Italien (+10 Prozent) und Deutschland (+7 Prozent) zurückzuführen, nachdem in diesen Ländern zu Jahresbeginn noch Einbußen zu verzeichnen waren. Auch in Großbritannien und Frankreich (jeweils +2 Prozent) fiel der Absatz robuster aus als erwartet. Allerdings ist das gute September-Ergebnis auch auf verstärkte Kaufanreize zurückzuführen. In den ersten neun Monaten 2003 wurden in Westeuropa 11 Mio. Pkw abgesetzt, lediglich 1,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

In den USA lagen die Verkäufe im September als Folge hoher Rabattprogramme der Hersteller bei 1,3 Mio. Light Vehicles. Dies entspricht einem Anstieg um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei stieg der Absatz von Light Trucks um 13 Prozent, während die Pkw-Verkäufe um 6 Prozent zurückgingen. Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres mit 12,65 Mio. Fahrzeugen knapp 2 Prozent weniger Light Vehicles verkauft (Pkw: -6 Prozent, Light Trucks: +3 Prozent). Der Absatz der deutschen Hersteller lag in diesem Zeitraum mit 678.800 Fahrzeugen lediglich 1 Prozent unter Vorjahresniveau. Damit erzielten sie einen Marktanteil von 5,4 Prozent, im klassischen Pkw-Bereich erhöhten sie ihren Anteil von 9,7 Prozent im Vorjahr auf 10,3 Prozent. Während die Importfahrzeuge aus Deutschland weiter zulegten (+4 Prozent), ging der Absatz deutscher Fahrzeuge aus den Transplants in Nordamerika um 11 Prozent zurück.

In Osteuropa entwickelte sich der Pkw-Absatz in den ersten acht Monaten dieses Jahres unter-schiedlich. In Polen führten eine Reihe administrativer Maßnahmen (Abschaffung von Importzöllen, Importverbot für Gebrauchtfahrzeuge) dazu, dass die Pkw-Neuzulassungen von Januar bis August 10 Prozent über dem Vorjahreszeitraum liegen. Auch in Rumänien (+15 Prozent), in Tschechien und in Ungarn (jeweils +3 Prozent) wurden in den ersten acht Monaten dieses Jahres mehr Pkw abgesetzt als ein Jahr zuvor. Dagegen fiel der Absatz in der Slowakei auf 38.600 Pkw (-11 Prozent). In der Russischen Föderation gingen die Pkw-Verkäufe aus heimischer Produktion in diesem Zeitraum um 2 Prozent auf 670.800 Fahrzeuge zurück.

In Asien zeigt sich in den ersten acht Monaten dieses Jahres ein erfreuliches Bild: Mit insgesamt knapp 6,1 Mio. Fahrzeugen wurden 10 Prozent mehr Pkw abgesetzt als ein Jahr zuvor. Damit entwickelte sich der asiatische Pkw-Markt zu einem wesentlichen Träger der globalen Automobilkonjunktur in diesem Jahr. In China legten die Pkw-Verkäufe um gut 69 Prozent auf knapp 1,6 Mio. Fahrzeuge zu. Deutsche Hersteller konnten in diesem Zeitraum ihr Vorjahresergebnis noch einmal um 38 Prozent steigern; über 37 Prozent der in China abgesetzten Pkw trugen ein deutsches Markenzeichen. Auch in der Türkei (+109 Prozent), in Thailand (+ 47 Prozent) und Indonesien (+ 25 Prozent), in Indien (+ 16 Prozent), Taiwan (+ 7 Prozent) und Japan (+1 Prozent) wurde in den ersten acht Monaten dieses Jahres das Vorjahresergebnis teilweise deutlich übertroffen. Dagegen lag der Pkw-Markt in Südkorea von Januar bis August 2003 mit 721.400 Einheiten 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch in Malaysia (- 11 Prozent) und auf den Philippinen (-10 Prozent) unterschritten die Neuzulassungen die Vorjahresergebnisse.

Quelle und Kontaktadresse:
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