Pressemitteilung | Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e.V. (VME)

Wirtschaftsminister Junghanns hebt Ernährungsindustrie als bedeutenden gewerblichen Wirtschaftszweig in der Hauptstadtregion hervor

(Berlin) - Die Wirtschaftsvereinigung der Ernährungsindustrie in Berlin und Brandenburg e.V. (WVEB) und die ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) haben am Dienstagabend zum 1. Treffpunkt Ernährungswirtschaft in das Potsdamer Haus der Wirtschaft am Schlaatzweg 1 eingeladen. Rund 22.000 Beschäftigte und 6 Mrd. Euro Jahresumsatz belegen die Leistungsfähigkeit dieser Branche, zu deren Produkten u.a. Süßwaren und Kaffee aus Berlin, Wurst aus Eberswalde, Gurken aus dem Spreewald aber auch Fruchtsäfte und Milchprodukte gehören.

Zur Begrüßung der rund 80 Vertreter regionaler Branchenbetriebe sagte der Vorsitzende der WVEB, Jochen Sievers: "Wir sind die selbstbewusste Interessenvertretung von rund 90 Prozent der Ernährungsindustrie Berlin-Brandenburgs. Eigene Experten in unseren Geschäftsstellen Berlin, Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) betreuen und beraten jedes Mitglied. Die Aufgabenfelder reichen von Wirtschaftspolitik bis zum Arbeits- und Sozialrecht. Wir gestalten z.B. Betriebsvereinbarungen und Arbeitsverträge oder organisieren Branchentreffs, denn man kann nie genug Menschen persönlich kennen, um zusammen Erfahrungen auszutauschen."

ZAB-Geschäftsführer Dr. Detlef Stronk sagte zum Auftakt der Veranstaltung: "Die Lebensmittelherstellung hat in unserer Region eine lange Tradition. Heute stellt die Marktmacht des Einzelhandels - 84 Prozent des Umsatzes bei Lebensmitteln werden von den 10 größten Einzelhändlern erzielt - und der harte Wettbewerb Unternehmen vor immense Herausforderungen. Die Entwicklung zeigt, dass Unternehmen sich tagtäglich den Markt mit immer neuen Ideen neu erobern müssen Deshalb möchten wir hier die Möglichkeit bieten, gemeinsam Probleme zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten."

Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns erklärte in seiner Rede an die Teilnehmer: "Mit einem Warenumsatz von nahezu 2,4 Mrd. EUR und einem Anteil von 15 Prozent am Verarbeitenden Gewerbe ist die Ernährungsindustrie ein bedeutender gewerblicher Wirtschaftszweig in Brandenburg. 156 Unternehmen beschäftigten 2003 mehr als 10.600 Arbeitnehmer. Der Treffpunkt Ernährungswirtschaft vertieft nun auch den Kontakt zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Diese engere Vernetzung erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, und die Wissenschaft gewinnt Pilotanwender."

Im Hinblick auf die Lebensmittelindustrie ist in der Region eine hohe Dichte von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zu verzeichnen. Beispiele hierfür sind das Deutsche Institut für Ernährung in Rehbrücke, das Ernährungswissenschaftliche Institut an der Uni Potsdam, die Institute für Lebensmittelchemie und -technologie an der TU Berlin, die Berliner Universitätsklinika sowie das Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau in Großbeeren.

Zum Abschluss des 1. Treffpunkt Ernährungswirtschaft beschäftigte sich Dr. med. Thomas Ellrott von der Georg-August Universität Göttingen in einem Vortrag mit der Frage Was macht unsere Kinder dick?, die bereits einige Zeit in Fachkreisen der Ernährungsindustrie und der Systemgastronomie aber auch in der Politik und Öffentlichkeit im Bewusstsein um die Verantwortung für die Entwicklung der nächsten Generationen diskutiert wird.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e.V. (VME) Am Schillertheater 2, 10625 Berlin Telefon: 030/310050, Telefax: 030/31005120

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