Pressemitteilung

Zu viele Grundschullehrerinnen arbeitslos / Präsident Klaus Wenzel: Junge Lehrer gehören in die Schule und nicht auf die Straße

(München) - "Insgesamt ist die Anstellungssituation an den bayerischen Schulen günstiger als befürchtet. Trotzdem rechnen wir im kommenden Schuljahr mit insgesamt über 1600 arbeitslosen Grundschullehrerinnen. Dabei ist der Lehrerbedarf in der Grundschule unverändert groß. Die Reduzierung des nach wie vor zu hohen Unterrichtsausfalls, individuelle und intensive Förderung für alle Schüler und der qualitätsvolle Ausbau inklusiver Schulen erfordern allein für die Grundschule ein Mehr von etwa 8000 Lehrern. Ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer gehören in die Schule und nicht auf die Straße." Mit diesen Worten kommentierte BLLV-Präsident Klaus Wenzel in einer ersten Stellungnahme die Bekanntgabe der Staatsnote und der Einstellungszahlen.

Erfreulich sei, dass in der Förderschule alle fertig ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer eine Anstellung finden. Ebenso seien die Anstellungschancen der Berufsschullehrer gut. In den Haupt- und Mittelschulen sei der Bedarf an zusätzlichen Lehrern immer noch sehr hoch.

Erleichtert zeigte sich Wenzel darüber, dass an der Realschule und am Gymnasium in einigen Fächerverbindungen die Anstellungschancen besser seien als befürchtet. Dramatisch sehe es allerdings bei Fächerverbindungen mit Deutsch und Englisch aus. Positiv bewertete der BLLV-Präsident auch die Einstellungsmöglichkeiten während des Schuljahres 2012/2013, die zusätzlichen Lehrern eine Beschäftigung garantieren.

Dass die Einstellungssituation dieses Jahr insgesamt relativ entspannt sei, führt Wenzel auf den massiven Einsatz des BLLV für bessere Anstellungschancen für junge Lehrkräfte zurück. So habe der Landtag auf Drängen des BLLV dieses Jahr erstmals in einem Nachtragshaushalt zusätzliche Stellen ausgewiesen.
Dies dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass an den Schulen immer noch erheblicher Lehrermangel herrsche und wichtige Aufgaben wie Ganztagsschulen, Inklusion und der Ausbau der individuellen Förderung nur mit einer deutlichen Mehrung von Lehrerstellen erfolgreich umgesetzt werden können.

Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. im VBE (BLLV)
Pressestelle
Bavariaring 37, 80336 München
Telefon: (089) 72100129, Telefax: (089) 72100155
E-Mail: pressereferat@bllv.de
Internet: http://www.bllv.de
(dvf, cl)


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Ausgabe 07|Oktober 2014
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