Pressemitteilung

Naturland: Bio muss auch auf heimischen Feldern boomen / Gentechnikpläne der Kanzlerin gefährden Wachstumsbranche Bio

(Gräfelfing) – Anlässlich des morgigen Tages (26. Januar 2007) des Ökologischen Landbaus auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin fordert Naturland die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, die Wachstumsbranche Bio nicht weiter mit ihren Plänen zur Agro-Gentechnik zu gefährden und stattdessen das Potential des Bio-Marktes für Deutschland nutzen. „Die Verbraucher räumen die Bio-Theken leer, aber Angela Merkel will ihnen Gen-Food servieren. Wer sich zum Erfüllungsgehilfen der Gentechnikindustrie macht, der gefährdet den Bio-Boom erheblich und riskiert tausende neuer Arbeitsplätze im Bio-Sektor“ kritisiert Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland die Pläne der Bundeskanzlerin. Angela Merkel hatte bei der Eröffnung der Grünen Woche am 18. Januar für die Agro-Gentechnik geworben und gesagt, dass man sich gewissen Entwicklungen nicht verschließen dürfe.

Gentechnikfreiheit - der Wachstumsbeschleuniger der Bio-Branche

Über 70 Prozent der Verbraucher in Deutschland lehnt Gen-Food entschieden ab. Für viele ein Grund (mehr) zu Bio-Produkten zu greifen. Die Gentechnikfreiheit der Bio-Lebensmittel ist ein wichtiger Wachstumsbeschleuniger der Bio-Branche. Wer sie gefährdet nimmt bewusst in Kauf, dass die Bio-Produktion ins Ausland verlagert wird. Schon letztes Jahr sorgte Dr. Claus Hipp, der weltweit größte Verarbeiter ökologischer Rohstoffe, für Aufregung, als er ankündigte auf ausländische Produkte auszuweichen, wenn das Gentechnikgesetz nicht mehr sicherstellt, dass die deutschen Bauern weiterhin gentechnikfreie Rohstoffe zu angemessenen Preisen anbieten können.

Naturland fordert von den politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern die Rahmenbedingungen zu schaffen, die dafür sorgen, dass mehr konventionelle Bauern auf ökologischen Landbau umstellen und Bio auch auf heimischen Feldern boomt. Die Öko-Anbaufläche hält mit dem Wachstum der Branche nicht Schritt, weil die politischen Signale nicht eindeutig sind, bestätigen Agrarmarketing-Spezialisten wie Professor Ulrich Hamm von der Universität Kassel. Die Verbraucher werden dadurch um die Ökologisierung der heimischen Landwirtschaft betrogen.

Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 46.000 Bauern einer der größten ökologischen Anbauverbände. Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen.


Quelle und Kontaktadresse:
Naturland - Verband für ökologischen Landbau e.V.
Pressestelle
Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing
Telefon: (089) 8980820, Telefax: (089) 89808290
E-Mail: naturland@naturland.de
Internet: http://www.naturland.de
(dvf, sh)


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Ausgabe 07|Oktober 2014
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