Rückblick: IMEX – incorporating Meetings made in Germany 2012 Die zehnte IMEX mit stärkerem Fokus auf professionelle Messebesucher

Mehr geschäftliche Gespräche als in den Vorjahren zählte die mittlerweile zehnte Ausgabe der Messe IMEX in Frankfurt. Die IMEX – incorporating Meetings made in Germany erweiterte zum Jubiläum das begleitende Seminarprogramm und strukturierte den Verbändetag, der einen Tag vor Messebeginn stattfand, neu. Rund 300 Verbandsvertreter nahmen an diesem „Association Day“ teil, bei dem Seminare aus drei verschiedenen Themenbereichen angeboten wurden.

Rückblick: IMEX – incorporating Meetings made in Germany 2012


Knapp 8.800 Besucher kamen vom 22. bis 24. Mai zur IMEX in die Messe Frankfurt, darunter fast 4.000 Hosted Buyer (geladene Einkäufer) aus über 70 Ländern. 14 Prozent der Fachbesucher und 9 Prozent der Hosted Buyer stammten nach Angaben des Veranstalters aus dem Verbandsbereich. Damit sind Verbände angesichts ihrer Bedeutung für den Tagungsmarkt auf der IMEX nach wie vor unterrepräsentiert. 8.800 Besucher trafen an den drei Messetagen auf rund 3.500 Aussteller aus über 150 Ländern. Insgesamt fanden über 64.000 (dokumentierte) Gespräche zwischen Einkäufern und Ausstellern statt, die Anzahl der registrierten geschäftlichen Termine nahm im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent zu.

„Unsere Mappe mit Anfragen füllt sich schon sehr ordentlich“, sagte Katrin Kleinekoenen vom Frankfurt Convention Bureau am zweiten Messetag. An Geschäftskontakten mangelte es den Vertretern Frankfurts offenbar nicht, viele konkrete Fragen der Messebesucher lassen auf gute Abschlüsse hoffen.

„Dieses Jahr ist das Fachpublikum da, die Entscheider“

Mit neun Partnern war die Region Stuttgart in der Frankfurter Messe vertreten. Am ersten Messetag hielt sich die Zahl der Standbesucher noch in Grenzen, der zweite Tag brachte auch den Stuttgartern „viele qualitativ gute Kontakte“, so Karolin Simon, Marketing & Sales Manager von der Landesmesse Stuttgart GmbH. Am 39 Quadratmeter großen Messestand wurden die Aussteller auch von Verbänden besucht, die sich allgemein über die Tagungsstätten in der süddeutschen Metropolregion informierten. Um Möglichkeiten für Arbeitsmeetings und auch das Freizeitprogramm vorzustellen, präsentierte sich unter anderem das Porsche-Museum am Stand.

Auf einen gemeinschaftlichen Auftritt setzte auch „KÖLNDÜSSELDORF – The Meetropolis“, das Gemeinschaftsprojekt des Cologne Convention Bureaus (CCB) und des convention bureaus Düsseldorf (cbD). Einen puristisch weißen 85 Quadratmeter großen Stand teilten sich die Partner, geschmückt mit den angedeuteten Kulissen beider Großstädte.

Am Meetropolis-Stand wurden Veranstaltungsstätten sowohl in Düsseldorf als auch in Köln vorgeschlagen. „Viele wundern sich immer noch, dass wir zusammenarbeiten“, sagte Andrea Baule, Leiterin Business Travel Service & Convention Bureau bei der Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH, „denn in den Köpfen herrscht das Bild der verfeindeten Rheinmetropolen vor“. Die Convention Bureaus kooperieren jedoch schon lange, durch das Meetropolis-Projekt wird die Zusammenarbeit nun nach außen hin deutlicher. Insgesamt war Baule mit der Resonanz und den Gesprächen am Infostand zufrieden: „Früher waren viele junge Leute im Publikum – dieses Jahr ist das Fachpublikum da, die Entscheider.“

Den Eindruck, dass besonders viele Messebesucher mit Entscheidungsbefugnis an seinem Stand vorbeischauten, hatte auch Matthias Scheffel, Verkaufsdirektor bei der Maritim Hotelgesellschaft. „Das ist keine typische Laufmesse“, sagte er und vermutete, dass die Besucher heute im stressigen Arbeitsalltag keine Zeit mehr haben, den Tag unvorbereitet auf der IMEX zu verbringen.

Der Deutschland-Stand

Am größten Stand der Messe, dem Deutschland-Stand, präsentierten sich gemeinsam mit dem GCB German Convention Bureau über 200 deutsche Aussteller der Meeting- und Eventbranche. Auch Osnabrück hatte einen eigenen kleinen Bereich am Deutschland-Stand gebucht und versuchte durch die Messepräsenz, die Stadt bekannter zu machen, mit Erfolg: Zufällig kamen Interessenten vorbei, die eine Übernachtungsmöglichkeit für rund 50 Muslime zwischen Heidelberg und Kopenhagen suchten – Osnabrück kam ihnen erst in den Sinn, als sie den Infostand der Stadt entdeckten. Christine Förster, Leiterin des Tagungs- und Kongressbüros, erzählte ihnen vom bundesweit einzigartigen Weiterbildungsprogramm für Imame und islamische Religionslehrer an der Universität Osnabrück und konnte die Besucher damit beeindrucken. Da sie es gewohnt ist, für ihre Stadt „immer Überzeugungsarbeit“ leisten zu müssen war sie mit dem Verlauf der IMEX insgesamt zufrieden.

Verbändetag mit breitem Seminarprogramm

Einen Tag vor der offiziellen Messe-Eröffnung fand der Verbändetag statt. Dieser „Association Day” wurde anlässlich des zehnjährigen IMEX-Jubiläums neu ausgerichtet und von rund 300 vorwiegend internationalen Verbandsvertretern besucht. Die Weiterbildungsangebote des Verbändetags waren in die Bereiche „Meetings“ für Veranstaltungsorganisatoren, „Operations“ für Techniker und Logistiker sowie „Executive“ für Entscheider unterteilt. Der IMEX-Verbändetag startete mit einem Networking-Lunch, gefolgt von zwei verschiedenen Seminarangeboten in jedem der drei neuen Themenbereiche. 24 Redner, darunter CEOs und Geschäftsführer großer internationaler Verbände, traten auf.

Neu war eine dreistündige „Deep Dive“-Session am Verbändetag, mit dem Titel „Managing Through Change”, die von der „ASAE: The Center for Association Leadership”, dem amerikanischen Schwesterverband der DGVM, ausgerichtet wurde. Diskutiert wurden die aktuellen Herausforderungen, denen sich Verbände durch die Entwicklung neuer Technologien und neuer Medien stellen müssen. Bei der Expertenrunde „Ask the Expert“ ging es vor allem um Hintergrundinformationen und Beratungen zum Thema Umsatzsteuer. Teilnehmer Harry Schmidt, vom Verband Religious Conference Management Association: „Mir hat am Verbändetag die Kombination von zukunftsorientierten Themen und pragmatischem Ansatz sehr gut gefallen.” Abends tauschten sich die Verbandsvertreter an über 20 Round-Tables über verschiedene Themen aus. (AB)