vfa zur neuesten Ausgabe des MacroScope Pharma Economic Policy Briefs

„Die Spielregeln haben sich grundlegend verändert“: Drei Schocks treffen deutsche Wirtschaft besonders

Europas Industrie steht unter massivem Druck – und die Ursachen sind strukturell, nicht nur konjunkturell. Drei tiefgreifende Schocks haben die Wettbewerbsfähigkeit zentraler Branchen dauerhaft geschwächt: Chinas Aufstieg als Industrienation, die Energiekrise sowie die US-Zollpolitik seit 2025. Deutschland ist in allen drei Fällen stärker betroffen als andere große EU-Länder. Das ergibt eine Analyse für die neueste Ausgabe des MacroScope Pharma Economic Policy Briefs. „Das ist keine vorübergehende Delle – die Spielregeln haben sich grundlegend verändert“, sagt vfa-Chefvolkswirt Dr. Claus Michelsen. „Wer jetzt nur auf kurzfristige Entlastung setzt, unterschätzt die Dimension. Europa braucht eine Antwort, die Wachstum und Standortstärke dauerhaft absichert – und die beginnt beim eigenen Binnenmarkt.“

Ein wesentlicher Teil der Lösung ist Europa selbst. Der Binnenmarkt ist das größte ungenutzte Potenzial – gerade für innovative Branchen. In der Pharmaindustrie sind die Rahmenbedingungen jedoch unnötig kompliziert: 27 fragmentierte Erstattungssysteme, fehlende Skalierbarkeit und verzögerter Marktzugang kosten Investitionen, die andernorts – etwa in den USA oder China – realisiert werden. Michelsen: „Europa hat eine weitere Stärke, die wir schnell vergessen: In einer Welt zunehmender Unsicherheit hat Verlässlichkeit einen großen Wert. Stabile rechtliche Rahmenbedingungen, berechenbare Märkte und langfristige Planungssicherheit sind Assets, mit denen derzeit weder die USA noch China ohne Weiteres konkurrieren können.”


Weitere Information:

https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/industriekrise-drei-schocks-treffen-deutsche-wirtschaft-besonders-172562/

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