vfa veröffentlicht MacroScope Pharma Economic Policy Brief

Deutschland braucht mehr berufliche Mobilität, um Fachkräfte besser dorthin zu bringen, wo sie benötigt werden

Trotz steigender Arbeitslosigkeit waren in den vergangenen beiden Jahren zwischen 1,4 und 1,75 Millionen Stellen offen. Gleichzeitig zeigt sich: Beschäftigte wechseln bereits verstärkt aus Berufen, deren Nachfrage zurückgeht. Das zeigt eine Analyse für die neueste Ausgabe des MacroScope Pharma Economic Policy Briefs des vfa. Die Auswertung von Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigt: In Berufen, deren Stellenangebot zwischen 2024 und 2025 stärker zurückging, wechselten vergleichsweise mehr Beschäftigte in andere Berufe. Zugleich wechselten weniger Menschen neu in diese Tätigkeiten. Der Arbeitsmarkt reagiert also auf veränderte Strukturen.

Allerdings bremsen konjunkturelle Unsicherheit und institutionelle Hürden diese Anpassung. In wirtschaftlich schwachen Zeiten nimmt die Fluktuation ab, weil Beschäftigte stärker an bestehenden Arbeitsverhältnissen festhalten. Auch formale Qualifikationsanforderungen und arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen wie ein hoher Kündigungsschutz können Wechsel erschweren. Die Pharmaindustrie zeigt, dass Mobilität in einer stark regulierten und hoch spezialisierten Branche möglich ist. Rund sieben Prozent der Beschäftigten verlassen ihren jeweiligen Arbeitgeber. Von diesen wechselt mehr als die Hälfte direkt in eine andere Branche. Übertragbare Kompetenzen ermöglichen damit Wissenstransfer über Branchengrenzen hinweg.


Weitere Information:

https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/millionen-offene-stellen-deutschland-braucht-mehr-berufliche-mobilitaet-174199/

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