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Pressemitteilung

Aufklärung über verschleppte Journalisten in Belarus gefordert

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband fordert Aufklärung über das Schicksal von offenbar verschleppten Journalisten in Belarus. Berichten zufolge wurde Aliaksei Shota, Chefredakteur des Nachrichtenportals Hrodna.life, am Wochenende verhaftet. Über seinen Aufenthaltsort fehlen ebenso Informationen wie über den Grund seiner Festnahme. Über das Schicksal des auch journalistisch tätigen Bloggers Roman Protassewitsch, der vor einer Woche aus der entführten Ryanair- Maschine abgeführt wurde, gibt es ebenfalls keine neuen Erkenntnisse.
"Wir sind in großer Sorge um unsere Kollegen", erklärt DJV- Bundesvorsitzender Frank Überall.

Der DJV-Vorsitzende begrüßt in dem Zusammenhang die entschlossene Haltung der Europäischen Union gegenüber dem Regime von Alexander Lukaschenko. "Offenbar reichen die angedrohten Sanktionsmaßnahmen noch nicht aus, um den Minsker Despoten von der Verfolgung unabhängiger Journalisten abzubringen. Die EU darf nicht zur Tagesordnung übergehen, sondern muss sich intensiv um das Schicksal der verschleppten Journalisten kümmern."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Pressestelle
Torstr. 49, 10119 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
E-Mail: djv@djv.de
Internet: www.djv.de
(dvf, mj)