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Pressemitteilung

DJV geißelt geplante Tarifflucht bei der Deutschen Welle

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den Intendanten der Deutschen Welle auf, Pläne zur Auslagerung der ukrainischen Redaktion nach Kiew sofort zu stoppen. Nach Informationen des DJV soll der sogenannte Kiev Hub in der ukrainischen Hauptstadt mit 12 journalistischen Stellen aufgebaut und die bislang in Bonn ansässige Ukraine-Redaktion um Kernaufgaben reduziert werden. Die Bezahlung der Journalistinnen und Journalisten soll deutlich unter dem Tarifniveau des Standorts Bonn liegen. "Es kann nicht sein, dass DW-Intendant Peter Limbourg mit Steuergeldern Tarifflucht betreibt", erklärt DJV- Bundesvorsitzender Frank Überall. Der zu 100 Prozent aus dem Bundeshaushalt finanzierte Etat des deutschen Auslandssenders dürfe nicht für Tarifdumping herhalten müssen.

Der DJV-Vorsitzende weist darüber hinaus darauf hin, dass die Arbeitsbedingungen der DW-Journalisten in der Ukraine wegen der Bedrohungen der Pressefreiheit in dem Land schwierig seien. "Wie will die Deutsche Welle die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen garantieren?" fragt Überall. "Wie will der Sender die Berichterstattung aufrechterhalten, wenn sie durch lokale Behörden und Sicherheitskräfte in der Ukraine eingeschränkt wird?" Der Intendant solle sich endgültig von der Auslagerung der ukrainischen Redaktion verabschieden.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Pressestelle
Torstr. 49, 10119 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
E-Mail: djv@djv.de
Internet: www.djv.de
(dvf, mj)