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Pressemitteilung

Deutsche Stiftung Eigentum gegründet / Vorsitzender Bundesminister a.D. Prof. Dr. Edzard Schmidt-Jortzig

(Berlin) - Die „Deutsche Stiftung Eigentum“ hat, wie Prof. Dr. Schmidt-Jortzig berichtet, kürzlich ihre Anerkennung erhalten. Sie kann damit ihre Arbeit aufnehmen und ihre Aufgaben vom „Kuratorium Eigentum in Deutschland e.V.“, der Vorläuferorganisation der Stiftung, übernehmen. Als Höhepunkt der Arbeit des Kuratoriums hebt er die Herausgabe des „Berichtes zur Lage des Eigentum“ hervor, der im April 2002 dem Parlament übergeben wurde. Der Bericht fand eine ausführliche Würdigung als wichtiger Beitrag zur Bewusstseinsbildung über das „Konzept Eigentum“.

Als wichtigstes Ziel der Stiftung bezeichnet es Prof. Schmidt-Jortzig, den Grundgedanken des privaten Eigentums als einen der Eckpfeiler der freiheitlichen und marktwirtschaftlichen Grundordnung und damit für den allgemeinen Wohlstand, zu stärken und neu zu verankern. Die Notwendigkeit dafür leite sich daraus ab, daß diese grundlegende Bedeutung des Eigentums in der politischen und gesellschaftlichen Wahrnehmung immer mehr in den Hintergrund gedrängt werde. Der Gesetzgeber schränke zwar das Eigentum nicht häufig offen ein, überlagere es jedoch mit immer mehr zivil- und öffentlich-rechtlichen Lasten, Bindungen und Pflichten. Die privatnützige Eigentumsordnung aber sei der Motor für private und unternehmerische Initiative und Leistung, für Innovation und Wettbewerb. Eigentum nütze nicht nur dem Inhaber, sondern dem Gemeinwesen. Mit Sorge erfülle ihn daher, daß auch große Teile der Gesellschaft diese soziale Funktion des Eigentums zu verkennen scheinen. Umverteilungsverlangen, als Gebot der sozialen Gerechtigkeit, gerade in der gegenwärtigen Diskussion um die Reform des Sozialstaates, müssten genau daraufhin geprüft werden, ob sie dem Gemeinwesen nützen oder letztlich mehr schaden.

Die Stiftung wird sich daher aktiv in den öffentlichen Meinungsbildungsprozeß einschalten, und dabei Gefährdungen des in der Verfassung festgelegten Grundgedankens des privaten Eigentums aufzuzeigen. Dies wird wissenschaftlich fundiert und überparteilich erfolgen. Die Stiftung bediene nicht Interessen, sondern trete für eine Idee und damit für
das Ganze ein.

So versteht sich die Stiftung, betont Prof. Schmidt-Jortzig, als unabhängige, die ver-
schiedenen Ausprägungen des Eigentums übergreifende Organisation.


Sie sieht sich daher nicht nur als Anwalt des materiellen, sondern auch des geistig-kulturellen Eigentums, das durch die Globalisierung und die neuen Kommunikations-technologien ebenfalls besonderen Herausforderungen ausgesetzt sei.

Ihre Ziele will die Stiftung insbesondere durch Veranstaltungen und Maßnahmen verwirklichen, die ihr Anliegen nah an die gesellschaftlichen Gruppierungen, ob Politik, Medien, Verbände, Unternehmen oder Schulen und Universitäten heranführen. Dazu gehören die Durchführung von Symposien und Tagungen, wie z.B. das 42. Bitburger Gespräch im Januar, bei dem die Stiftung als Mitveranstalter auftreten wird; aber auch die Begleitung von Dokumentationen durch Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats und schließlich die Förderung der Jugendarbeit. Diese liege der Stiftung besonders am Herzen, damit die nachwachsende Generation lerne, warum es sich lohnt, auch heute, in der globalisierten und vernetzten Welt für die Idee des Privateigentums einzutreten.

Für die Gremien konnte die Stiftung hochrangige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gewinnen. Der Stiftungsrat wird angeführt von Bundesminister a.D. Prof. Dr. Edzard Schmidt-Jortzig; dem Wissenschaftlichen Beirat sitzt Prof. Dr. Otto Depenheuer, Universität Köln, vor; dem Kuratorium gehören u.a. Prof. Hans-Olaf Henkel, der ehemalige Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie sowie Prof. Dr. Dr. h. c. Horst Siebert, der ehemalige Leiter des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, an.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Stiftung Eigentum
Reinhardtstraße 18, 10117 Berlin
Tel.: 030/318072-05; Fax: 030/318072-42
E-Mail:
Internet: www.deutsche-stiftung-eigentum.de
(dvf)