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Pressemitteilung

Engagement der Milchbauern zeigt Wirkung: EU-Agrarkommission installiert Monitoringstelle für den Milchmarkt

(Freising) - Die EU-Kommission ist mit der Installation einer Milchmarktbeobachtungstelle einer zentralen Forderung der europäischen Milchviehhalter, die im European Milk Board (EMB) und Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) gebündelt sind, gefolgt.

Der BDM begrüßt dies ausdrücklich und freut sich, dass die zahlreichen Demonstrationen und vielen Gespräche der Milcherzeuger, in denen die Notwendigkeit einer Monitoringstelle immer wieder betont wurde, Wirkung gezeigt haben.

Vergangene Woche stellte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos in Brüssel Vertretern der Milchviehhalter und Molkereien die Pläne der Kommission zur weiteren Ausgestaltung der Monitoringstelle vor.
Die Kommission will mit einer professionellen und aktuellen Beobachtung des Milchmarktes auf drohende Marktkrisen vorausschauend und präventiv reagieren. Die notwendigen Instrumentarien und Datengrundlagen hierfür sind von der EU-Kommission bereits geschaffen und installiert worden. Dacian Ciolos betonte, dass sich die Kommission auch vorbehält, bei einer Zuspitzung der Marktsituation über die Milchmenge in den Markt einzugreifen. Die Legitimation für solche Schritte sei mit den Beschlüssen zur GAP 2013 geschaffen worden.
BDM-Vorsitzender Romuald Schaber zollte in Brüssel den weitsichtigen Plänen der Kommission zur Ausgestaltung der Monitoringstelle Respekt. Weiterhin begrüßte er die Einrichtung von regelmäßigen Konsultationstreffen, die mit jeweils zwei Vertretern der Interessensverbände der Milchviehhalter und Molkereiindustrie besetzt werden sollen. Im dreimonatigen Zyklus sollen 12 bis 14 Vertreter dieser Verbände über die Entwicklung des Milchmarkts informiert und Einschätzungen dazu erarbeitet werden.

Nicht konform geht der BDM-Vorsitzende mit der Forderung der in Copa organisierten europäischen Bauernverbände, dass bei Marktkrisen in diesen Kooperationstreffen entsprechende Marktanpassungsschritte beraten und beschlossen werden sollen. "Bei unmittelbar bevorstehenden Marktkrisen besteht sofortiger Handlungsbedarf zur Marktanpassung. Müssen dann erst Treffen vereinbart werden, in denen Handlungsschritte beraten und beschlossen werden, ist die Gefahr groß, dass insbesondere die Verbände der Molkereiindustrie notwendige Marktanpassungsschritte extrem verzögern könnten und großer Schaden bei den Milchviehhaltern entsteht", kritisiert Schaber. Grundsätzlich wäre aus Sicht des BDM eine Art Automatismus, der bei bestimmten Milchmarktveränderungen entsprechende Marktanpassungsschritte vorgibt, zu bevorzugen.

Den Bauernverband fordert der BDM-Vorsitzende auf, sich für die Gestaltung wirkungsvoller weiterer Marktkrisenmaßnahmen einzusetzen, die vorrangig im Interesse der Milchviehhalter sind. "Bisher konnten wir nichts dergleichen feststellen", so Romuald Schaber. "Wir würden es daher sehr begrüßen, wenn sich der Bauernverband entschließen könnte, das BDM-Konzept zum "Milchmarkt-Krisenmanagement" zu unterstützen, mit dem Krisen frühzeitig und flexibel begegnet werden kann und größere Wertschöpfungsverluste für die Milchbauern verhindert werden können.

Homepage der Europäischen Marktbeobachtungsstelle für den Milchsektor: http://ec.europa.eu/agriculture/milk-market-observatory/index_en.htm

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. (BDM)
Pressestelle
Gutenbergstr. 7-9, 85354 Freising
Telefon: (08161) 5384730, Fax: (08161) 53847350
E-Mail: info@bdm-verband.de
Internet: www.bdm-verband.de
(dvf, cl)