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Pressemitteilung

Größte virtuelle Selbsthilfegruppe von Krebspatienten mit 15.000 Beiträgen

(Riedstadt) - Jährlich erhalten über 340.000 Menschen in Deutschland die schockierende Diagnose „Krebs“. Als ob dies nicht einschneidend genug wäre, leiden viele Krebspatienten jedoch zusätzlich darunter, dass sie niemanden haben, mit dem sie über ihre Probleme sprechen können. Auch der Weg in Selbsthilfegruppen ist wegen eines Krankenhausaufenthaltes oder wegen des Wunsches der Anonymität oft versperrt. Daher nutzt ein Großteil der Betroffenen das Internet, um mit anderen Krebspatienten in Kontakt zu treten. Es bilden sich sogenannte Communities, also virtuelle Gruppen von Menschen, die sich wegen ihrer Krebserkrankung im Internet zusammenfinden.

Die größte dieser Communities findet sich beim Krebs-Kompass (www.krebs-kompass.de), einem seit 1997 vollkommen ehrenamtlich betriebenen Intenetportal. Unter www.forum.krebs-kompass.de bzw. www.chat.krebs-kompass.de kommen täglich Betroffene zusammen, um sich einander in schweren und traurigen Momenten zu unterstützen. Seit Anfang 2001 wurden im Forum so über 15.000 Beiträge eingestellt, in denen es um Trost, Verständnis, Aufmerksamkeit und auch Hoffnung geht. „Das Krebs-Kompass Forum vermittelt den Betroffenen die Gewißheit, nicht alleine zu sein.“, erläutert Nicole Stroh, Vizepräsidentin des Vereins.

Entgegen der landläufigen Vorstellung führt dieser virtuelle Austausch aber nicht zu einer Vereinsamung der Menschen. Ganz im Gegenteil. Wie Marcus Oehlrich, Präsident des Vereins, erläutert, sind sich bereits viele virtuelle Freundschaften auch schon „real“ begegnet: „Die Betroffenen besuchen sich gegenseitig, egal wie weit die Entfernung ist. Da fährt sogar ein Österreicher nach Norddeutschland.“ Im September ist sogar ein großes Offline-Treffen der Chatter geplant.

Forum und Chat gehören für die Nutzer des Kompass-Kompass einfach dazu: Viele rufen mehrmals täglich ihre Nachrichten ab. Wenn sie wegen einer Chemotherapie ins Krankenhaus müssen, sagen sie vorher noch im Forum Bescheid. Wenn es im Krankenhaus keinen Laptop gibt, dienen Angehörige als Überbringer der virtuellen Nachrichten.


Quelle und Kontaktadresse:
Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.
Vorstand: Marcus Oehlrich
Eisenacher Straße 8
D-64560 Riedstadt
Telefon: (06158) 7476831
E-Mail: marcus.oehlrich@krebs-kompass.de
Internet: www.krebs-kompass.de
(dvf)