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Pressemitteilung

Körzell: Immer noch zu viele prekär Beschäftigte

(Berlin) - "Die statistisch gesehen positive Arbeitsmarktentwicklung darf nicht darüber hinweg täuschen, dass immer noch viel zu viele Menschen prekär beschäftigt oder im Niedriglohnsektor angesiedelt sind. Gerade für diese Kolleginnen und Kollegen wird die Erhöhung des Mindestlohns ab 2019 von Vorteil sein.

Seine positiven Wirkungen kann der Mindestlohn allerdings nur entfalten, wenn sichergestellt ist, dass er eingehalten und nicht umgangen wird. Im vergangenen Jahr wurde knapp zwei Millionen Beschäftigten trotz Anspruch die Zahlung des Mindestlohns verwehrt. Kriminellen Arbeitgebern muss endlich das Handwerk gelegt werden. Dafür braucht es mehr Kontrollen und eine Aufstockung des Personals bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit.

Klar ist jedoch auch: Umfassende Tarifverträge ersetzt ein höherer Mindestlohn auf keinen Fall. Oberstes gewerkschaftliches Ziel ist und bleibt, die Tarifbindung zu erhöhen, um gute Arbeit und angemessene Entlohnung flächendeckend zu gewährleisten."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Maike Rademaker, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Fax: (030) 24060-324
E-Mail: info.bvv@dgb.de
Internet: www.dgb.de/
(dvf, ta)