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Pressemitteilung

Tiertransporte: Stillstand in Brüssel / Deutscher Tierschutzbund fordert politisches Signal für mehr Tierschutz

(Bonn) - Ein deutliches Signal für verbesserte Bedingungen bei Tiertransporten können derzeit die EU-Parlamentarier setzen. Noch bis zum 10. Juni 2003 ist es ihnen durch ihre Unterschrift möglich, sich für eine Durchsetzung und Verschärfung der europäischen Tierschutzbestimmungen einzusetzen und die EU-Kommission zu ermahnen, dass der erwartete Gesetzesentwurf längst überfällig ist. „Jeder Tag, der ohne Entscheidung vergeht, bedeutet Leiden für eine Million Tiere“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Daher appelliere ich an alle Parlamentarier: Unterzeichnen Sie die Erklärung und zeigen Sie, dass Ihnen die Tiere nicht gleichgültig sind.“

Bereits vor Monaten sollte die EU-Kommission einen Gesetzesentwurf zur Begrenzung von Tiertransporten in Europa vorlegen. Bis heute ist dies nicht geschehen. Mit einer schriftlichen Erklärung des EU-Parlaments soll daher das nach wie vor bestehende Problem von Lebendtiertransporten wieder auf die Tagesordnung der Kommission gebracht werden. Eine solche Erklärung muss jedoch binnen drei Monaten durch die Mehrheit der 626 Parlamentsmitglieder unterstützt werden. Nur dann erhält sie Gütigkeit und stellt ein deutliches Signal an die Kommission dar. Bislang haben bereits 217 Parlamentarier die Erklärung unterzeichnet, davon jedoch erst 37 von insgesamt 99 deutschen EU-Abgeordneten. Eine Kernforderung: Begrenzung der Transporte von Schlacht- und Masttieren innerhalb Europas auf maximal acht Stunden oder 500 km. Um dieses wichtige Ziel zu erreichen richtet Apel seinen Appell an die übrigen deutschen EU-Parlamentarier: „Alle Parlamentarier, die bislang nicht unterzeichnet haben auf, fordern wir auf, dieses wichtige Tierschutzanliegen durch ihre Unterschrift zu unterstützen. Setzen Sie ein politisches Signal für mehr Tierschutz und zeigen Sie der Kommission deutlich, dass hier Handlungsbedarf besteht. Eine Begrenzung der Transportzeiten sowie deutliche Verbesserungen zum Schutz der Tiere beim Transport sind lange überfällig.“

Die Qualen, die rund eine Million Tiere tagtäglich auf endlos langen Transporten erleiden, dauern fort. Auch wenn die Bundesregierung für eine Verschärfung der Transportbedingungen und eine Beschränkung der Transportzeiten votiert, liegt ein entsprechender Gesetzentwurf auf europäischer Ebene noch immer nicht vor. „Seit vielen Jahren kämpfen wir nun mit breiter Unterstützung der Bevölkerung gegen diese Tierquälerei“, empört sich Apel. „Aber in Brüssel bewegt sich nichts. Die EU-Kommission zögert die Veröffentlichung der neuen Gesetzesvorschläge immer wieder hinaus.“ Daher fordert der Deutsche Tierschutzbund zusammen mit seinen europäischen Partnerorganisationen alle EU-Parlamentarier auf, sich für eine Begrenzung der Transporte einzusetzen und den politischen Druck auf die EU-Kommission mit Hilfe der schriftlichen Erklärung zu verstärken.

Weitere aktuelle Informationen zum Thema Tiertransporte sowie eine Liste aller deutschen EU-Abgeordneten, die mit ihrer Unterschrift bereits die schriftliche Erklärung des EU-Parlaments unterstützen, sind auf der Website des Deutschen Tierschutzbundes (www.tierschutzbund.de) hinterlegt.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15, 53115 Bonn
Telefon: 0228/604960, Telefax: 0228/6049640
E-Mail: bg@tierschutzbund.de
Internet: www.tierschutzbund.de
(dvf)