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Pressemitteilung

VDI ehrt herausragende Ingenieure / Höchste Auszeichnungen des VDI an Prof. Bullinger und Dr. Krone verliehen / Prof. Pohl erhält Ehrenmitgliedschaft

(Düsseldorf) - Im Rahmen des 25. Deutschen Ingenieurtags hat der Verein Deutscher Ingenieure vorgestern (24. Mai 2011) zweimal die Grashof-Denkmünze, die höchste Auszeichnung des VDI, verliehen. VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Bruno O. Braun würdigte Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft, und Dr.-Ing. Bernard Krone, Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter der Bernard Krone Holding GmbH & Co. KG für ihre langjährige, herausragende Arbeit und Verdienste für das Ingenieurwesen. Zum Ehrenmitglied wurde Prof. Dr.-Ing. Michael Pohl für seine besonderen Verdienste um den VDI ernannt.

Mit seiner Ehrung wird Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E. h. mult. Dr. h. c. mult. Hans-Jörg Bullinger dafür ausgezeichnet, als Wissenschaftler, Hochschullehrer und Ideenmanager stets einen ganzheitlichen Ansatz bei der Behandlung von Problemen zu finden. Kennzeichen seiner Forschungen ist die konsequente Ausrichtung auf den "Menschen als Maß der Technik". Bei allen Bestrebungen, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu steigern, erkannte er frühzeitig die Bedeutung der menschengerechten Arbeitsgestaltung und setzte seine Forschungsergebnisse in die Praxis um. Er leistete hiermit einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsqualität in Deutschland. Er wirkt als Vordenker und Initiator künftiger gesellschaftlicher Entwicklungen auch konkret bei der Gestaltung gesellschaftlich wichtiger Entscheidungen der Gegenwart mit. So hat er die öffentliche Diskussion der vergangenen Jahre über die Entwicklung der Industriegesellschaft hin zur Dienstleistungsgesellschaft entscheidend mitgeprägt. Als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft hat Hans-Jörg Bullinger in Stuttgart mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) eine der führenden Institutionen für technische und prozessuale Innovationen in Europa aufgebaut.

Dr.-Ing. E. h. Bernard Krone erhielt die Grashof-Denkmünze für seine maßgebliche Mitgestaltung und Entwicklung der Deutschen Landtechnik und der Nutzfahrzeugtechnik als mittelständischer Unternehmer. Unternehmerischer Mut, Vertrauen in seine Mitarbeiter, aber auch in die hohe Forschungs- und Entwicklungseffizienz sind seine Markenzeichen geworden. Sein höchst sensibler Spürsinn für zukunftsweisende Technologien ließen ihn frühzeitig in diese investieren - sowohl wissenschaftlich, indem er die entsprechende Forschung förderte oder teilweise initiierte, als auch unternehmerisch, indem er Maschinen oftmals als erster an den Markt brachte. So z. B. der von ihm in enger Kooperation mit der TU Braunschweig zur Serienreife entwickelte selbstfahrende Mäher mit über 200 kW Leistung bei über 9 m Mähbreite. Seine technischen Neuerungen auf dem Landmaschinensektor und im Fahrzeugbau werden heute weltweit nachgefragt. Das Unternehmen kann - nicht zuletzt durch das große Engagement des Firmeninhabers - auf eine hervorragende Marktstellung verweisen und sich zu den führenden Herstellern Deutschlands zählen.

Prof. Dr.-Ing. Michael Pohl, Vorsitzender des Senats der Ruhr-Universität Bochum, erhielt die Ehrenmitgliedschaft des VDI. Die Auszeichnung wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderer Weise um den VDI und den Berufsstand der Ingenieure verdient gemacht haben. Prof. Pohl gehört zu den führenden Experten der angewandten Werkstoffkunde und Schadensanalyse. Er verfügt in nationalen und internationalen Fachkreisen über ein außerordentlich hohes Maß an Anerkennung. Mit seiner ungewöhnlich hohen interdisziplinären Fachkompetenz und seiner besonderen sozialen und menschlichen Art gestaltet er in einem großen fachlichen Netzwerk den erforderlichen Wissenstransfer zwischen Hochschule und Industrie. Innerhalb des VDI hat Michael Pohl die Ausrichtung der Themenkreise Werkstofftechnik und Schadensanalyse nachhaltig geprägt und initiativ mitgestaltet. Über 30 von ihm initiierte und geplante VDI-Richtlinien, die in Deutschland die Schadensanalyse an Werkstoffen und Bauteilen für fast alle Materialklassen regeln, sind Ergebnis seines unermüdlichen Engagements. Er leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Werkstoffentwicklung, der Werkstoffauswahl, der Konstruktion, der Fertigung und der Betriebsweise, welche für die technischen Produktqualitäten wichtig sind.

Quelle und Kontaktadresse:
VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Hauptgeschäftsstelle
Pressestelle
VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf
Telefon: (0211) 6214-0, Telefax: (0211) 6214-575
E-Mail: presse@vdi.de
Internet: www.vdi.de
(dvf)