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Pressemitteilung

Zum Internationalen Tag der Pflege: Die Leistungen der pflegenden Angehörigen anerkennen

(Berlin) - Am 12. Mai., dem Internationalen Tag der Pflege, wird jedes Jahr auf die wertvolle Arbeit hingewiesen, die beruflich Pflegende mit großem Einsatz und Engagement für Kranke und Pflegebedürftige leisten. Anerkennung verdienen aber auch diejenigen, die als "größter Pflegedienst der Nation" rund 2,5 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland in der Häuslichkeit versorgen: Pflegende Angehörige.

Die informelle Pflege, also Pflege durch Angehörige, Freunde und Nachbarn, macht in Deutschland den größten Teil der Versorgung von Pflegebedürftigen aus. Etwa Dreiviertel aller Pflegebedürftigen werden zu Hause von Angehörigen betreut. Dies gilt dabei auch für rund 60 Prozent der Demenzerkrankten. Diese Unterstützung erfolgt in der Regel durch eine einzige Hauptpflegeperson und nicht selten rund um die Uhr.
Seit durch die Corona-Pandemie Tagespflegen und Betreuungsgruppen geschlossen sind, weder ehrenamtliche Helfer nach Hause kommen noch die Physio- oder Ergotherapiepraxen aufgesucht werden können, sind pflegende Angehörige oftmals völlig auf sich alleine gestellt.

"Angehörige von Menschen mit Demenz leisten schon in normalen Zeiten unglaublich viel", sagt Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. "Sie verdienen unsere Anerkennung ebenso wie beruflich Pflegende, denn ohne sie wäre es gar nicht möglich, alle Pflegebedürftigen zu versorgen. Der Mangel an gesellschaftlicher Anerkennung wird jetzt in Zeiten von Corona allerdings noch einmal deutlicher sichtbar: Es gibt weder eine finanzielle Unterstützung für diejenigen, die jetzt unbezahlten Urlaub nehmen müssen, weil die Betreuungsangebote wie die Tagespflegen wegfallen, noch werden andere Lösungen entwickelt. Wir brauchen eine neue Kultur der Anerkennung für pflegende Angehörige, denn auch was sie Tag für Tag leisten ist in höchstem Maße systemrelevant!"

Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz sind oft schon in normalen Zeiten hoch belastet. Nun liegt die Verantwortung für eine gute Versorgung der Erkrankten meist ausschließlich auf ihren Schultern. Die DAlzG hat auf ihrer Internetseite Informationen für Angehörige von Menschen mit Demenz in der Corona-Zeit zusammengestellt. Dort finden Interessierte unter anderem einen kurzen Erklärfilm sowie ein Informationsblatt, das sich auch an Menschen mit beginnender Demenz richtet: www.deutsche-alzheimer.de/ueber-uns/presse/aktuelles-zur-corona-krise.html

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
Pressestelle
Friedrichstr. 236, 10969 Berlin
Telefon: (030) 2593795-0, Fax: (030) 259379529
E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de
Internet: www.deutsche-alzheimer.de
(dvf, ds)