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Pressemitteilung

12.03.2013 11:53
foodwatch e.V.

foodwatch zum "Bündnis für Verbraucherbildung": Aigner bringt McDonald´s in die Schule

(Berlin) - Zur heutigen Auftakt-Pressekonferenz des "Bündnisses für Verbraucherbildung" in einer Berliner Grundschule erklärt Anne Markwardt, Expertin für Kinderlebensmittel bei der Verbraucherorganisation foodwatch:

"Die Ernährungsbildung von Grundschülern darf nicht der Lebensmittelwirtschaft überlassen werden. Edeka und McDonald´s sind Experten für Quengelkassen und Junk Food und damit nicht Teil der Lösung, sondern Kern des Problems. Es ist ein Trauerspiel, dass Frau Aigner die Türöffnerin gibt und diese Unternehmen in die Schulen schleust, anstatt ihnen Vorgaben für transparente Nährwertangaben oder ausgewogene Kinderprodukte zu machen. Edeka und McDonald´s können in Zukunft immer auf ihr ach so großes Engagement im Bündnis für Verbraucherbildung verweisen - und beim Angebot völlig verfehlter Kinderprodukte alles beim Alten belassen. Industrie und Handel engagieren sich deshalb so gerne für Ernährungsbildung oder Sportförderung, weil sie dann nichts an ihrem einträglichen Kerngeschäft ändern müssen, nämlich Kindern an jeder Ecke profitables Junkfood aufzudrängen. Es fällt schwer zu glauben, dass Frau Aigner diesen Taschenspielertrick nicht durchschaut. Die Profitinteressen der Konzerne haben in den Schulen nichts verloren, deshalb müssen die Unternehmen aus dem Bündnis ausgeschlossen werden."


Hintergrund:
Auf Einladung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) geben Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner, Markus Mosa, Vorstand der Handelskette Edeka und des Lobbyvereins "Die Lebensmittelwirtschaft", und vzbv-Vorstand Gerd Billen heute den Startschuss für das "Bündnis für Verbraucherbildung" bei einer Pressekonferenz in einer Berliner Grundschule. Das Bündnis wird vom vzbv organisiert und soll Verbraucherbildung an Schulen fördern, Lehrer unterstützen und Modellvorhaben fördern. Getragen wird es von der Stiftung Verbraucherschutz, über die der Bund sowie Unternehmen die Arbeit von Verbraucherzentralen finanzieren. Mitglieder des Bündnisses sind neben den Verbraucherzentralen und anderen Organisationen auch Wirtschaftsverbände und Unternehmen (darunter: Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels, Deutscher Raiffeisenverband, Handelsverband Deutschland, Edeka, Metro, McDonald´s, Procter & Gamble, Rewe, Tchibo, Commerzbank, Deutsche Telekom, Ing-DiBa).

Quelle und Kontaktadresse:
foodwatch e.V.
Pressestelle
Brunnenstr. 181, 10119 Berlin
Telefon: (030) 240476-0, Telefax: (030) 240476-26
E-Mail: presse@foodwatch.de
Internet: www.foodwatch.de
(dvf, cl)