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Pressemitteilung

Medizintechnologiebranche 2006: Gemeldetes Umsatzwachstum der BVMed-Unternehmen bei 4,3 Prozent

(Berlin) - Eine gegenüber dem Vorjahr verbesserte Umsatzsteigerung von 4,3 Prozent haben die im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) zusammengeschlossenen über 200 Industrie- und Handelsunternehmen für das Jahr 2006 gemeldet. Das ergab die BVMed-Umsatzstatistik für das Gesamtjahr 2006. In den Vorjahren lag das Umsatzwachstum bei schwachen 2,0 Prozent (2005) bzw. 1,5 Prozent (2004). Deutschland liegt damit weiter deutlich unter der Weltmarktentwicklung mit einem Plus von 6 bis 7 Prozent. Das teilte BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt bei der Vorstellung der Zahlen in Berlin mit.

Ein im Vergleich zu anderen Gruppen überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete der Bereich „Einmalprodukte, Intensivmedizin, Krankenpflegeartikel“ mit einem Umsatzplus von 5,6 Prozent. Zurückhaltender verlief die Entwicklung in den Bereichen „Einweg-OP-Materialien“ (plus 3,4 Prozent), „Inkontinenz- und Stomahilfen“ (plus 3,0 Prozent) sowie „Verbandmittel“ (plus 1,0 Prozent).

Die Umsatzstruktur des BVMed in Prozentanteilen:

- Medizinische Produkte für die Intensiv- und Krankenpflege: 62 Prozent
- Verbandmittel: 15 Prozent
- OP-Material: 7 Prozent
- Inkontinenz- und Stomaversorgung: 16 Prozent

Das Umsatzwachstum basiert nach Angaben des BVMed überwiegend auf Mengensteigerungen. Der Druck auf die Preise hat sich dagegen weiter verstärkt. So habe eine Studie von Simon, Kucher & Partner im vergangenen Jahr gezeigt, dass zwischen 2002 und 2005 die Nettopreise bei Medizinprodukten im Krankenhaus um durchschnittlich 10 Prozent gesunken seien, während bei Medikamenten ein leichter Nettopreisanstieg zu beobachten war.

Außerdem steigen bei den Unternehmen die Kosten durch höhere Vertriebsausgaben und höhere Rohstoffpreise. Die Gewinnsituation der BVMed-Mitgliedsunternehmen bleibt damit weiter angespannt.

Notwendig ist aus Sicht des BVMed ein zwischen allen Regierungsressorts abgestimmter „Masterplan für die Gesundheitswirtschaft“. Dazu gehöre als Vorbedingung eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber, was uns die Gesundheit wert ist. „Man muss die Menschen offen darüber informieren, dass mit den endlichen Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung keine unendlichen medizinischen Leistungen versprochen werden können. Bei begrenzten Mitteln kommt es umso mehr auf die Eigenverantwortung der Versicherten und auf alternative Finanzierungsmodelle an, um den medizinischen Fortschritt auch in Zukunft möglichst schnell allen Patienten zur Verfügung zu stellen“, so der BVMed.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed)
Manfred Beeres, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 29b, 10117 Berlin
Telefon: (030) 246255-0, Telefax: (030) 246255-99
E-Mail: beeres@bvmed.de
Internet: www.bvmed.de
(dvf, el)