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Pressemitteilung

Gebäudereinigerhandwerk / IG BAU deckt Lohndumping im Bundestag auf

(Berlin) - Der Reichstag wird von Unternehmen gereinigt, die ihren Beschäftigten weniger als den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Nach Informationen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) beschäftigt die Gebäudereinigungsfirma B+K Dienstleistung GmbH Mitarbeiter zu 5,50 Euro pro Stunde und darunter. Der gesetzliche Mindestlohn für die Gebäudereinigung beträgt 7,87 Euro.

„Wir werden den betroffenen Reinigungskräften helfen, zu ihrem Recht zu kommen. Von öffentlichen Auftraggebern verlangen wir, dass sie bei der Auftragsvergabe genau hinsehen, ob die zu reinigende Fläche in der vereinbarten Zeit zu menschenwürdigen Bedingungen gereinigt werden kann“, sagt Frank Wynands, Vorstandsmitglied der IG BAU, zuständig für die Gebäudereinigung.

In der Innenreinigung werde meist nach Objekten bzw. nach Quadratmetern abgerechnet. Dagegen sei auch im Prinzip nichts einzuwenden. Kämen die Mitarbeiter dann aber nicht auf 7,87 Euro pro Stunde, laute der Vorwurf, sie seien zu langsam. Dabei seien die Objekte in der vorgegebenen Zeit nicht zu schaffen.

Die Situation vieler der 850.000 Arbeitnehmer in der Gebäudereinigung ist prekär. Sie arbeiten in über 16.000 Gebäudereinigerbetrieben in der Innen- und Unterhaltsreinigung. Stetige Stundenkürzungen, versteckter Akkord, Revierlöhne und Pauschalen sind an der Tagesordnung. Deshalb will die IG BAU ein gemeinsam mit den Arbeitgebern entwickeltes Gütesiegel einführen, damit potentielle Kunden seriöse Unternehmen von den schwarzen Schafen unterscheiden können.

Seit Anfang März hat die IG BAU eine Hotline eingerichtet, unter der sich Beschäftigte im Gebäudereinigerhandwerk an die Gewerkschaft wenden können.


Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Leiterin, Pressestelle
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
E-Mail: presse@igbau.de
Internet: www.igbau.de
(dvf, sh)