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Pressemitteilung

b.b.h. Bundesverband befragt Bundestagsfraktionen zur Liberalisierung des Steuerberatungsgesetzes

(Berlin) - Die Dienstleistung von selbständigen Buchhaltern und Bilanzbuchhaltern wird gerade von kleineren und mittleren Betrieben immer mehr nachgefragt, trotzdem haben es Buchhaltungsbüros in Deutschland nicht leicht: Die berufsrechtlichen Rahmenbedingungen behindern sie bei der täglichen Arbeit, statt Klarheit herrscht Verunsicherung. Anlässlich der Bundestagswahlen 2009 hat der b.b.h. Bundesverband selbständiger Buchhalter und Bilanzbuchhalter die Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien angeschrieben. Eine Fragebogenaktion sollte die Positionen der Parteien zur berufsrechtlichen Regelung im Steuerberatungsgesetz deutlich machen.

Auch wenn alle sechs im Bundestag vertretenen Parteien geantwortet haben, der Fragebogen ausgefüllt wurde nur von zwei Parteien: Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE. CDU, CSU, SPD und FDP wollten sich nicht auf ein Ja/Nein-Schema festlegen lassen.

So verwiesen sowohl die CDU als auch die CSU, dass sie beim 8. Steuerberatungsgesetz eine "moderne Werberegelung" durchgesetzt haben. Tatsächlich hat die "moderne Werberegelung" die Berufspraxis für Buchhaltungsbüros nicht verbessert.

Die SPD ist im Prinzip dafür, dass die Befugnisse für geprüfte Bilanzbuchhalter und Steuerfachwirte in der Finanzbuchhaltung und für die Lohnabrechnung ausgeweitet werden. Dies hätte man allerdings gegen den Koalitionspartner CDU/CSU nicht durchsetzen können.

Rainer Brüderle von der FDP ist sich durchaus bewusst, "dass die derzeitige Situation für die selbständigen Buchhalter nicht befriedigend ist", bat aber um Nachsicht, "dass ich mich jetzt im Wahlkampfendspurt mit den Einzelheiten nicht ausführlich befassen kann." Immerhin bekundet er Gesprächsbereitschaft, ähnlich wie die Vertreter von CDU, CSU und SPD.

Lothar Bisky hat die Positionen von DIE LINKE klar im Fragebogen dargelegt: Man sei zwar nicht für mehr Wettbewerb, spräche sich aber dafür aus, dass für selbständige Buchhalter und Bilanzbuchhalter die erlaubten Tätigkeiten ausgeweitet würden.

Die Grünen setzen sich für weitreichende Verbesserungen der Rahmenbedingungen für selbständige Buchhalter und Bilanzbuchhalter ein. Sowohl bei der Lohn- als auch bei der Finanzbuchhaltung sollten diese weit mehr Befugnisse als bisher erhalten.

Neben den Fraktionen hat der b.b.h. auch über 2.000 Bundestagskandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien angeschrieben. Die Reaktionen will der Berufsverband nutzen, um die Lobbyarbeit nach der Bundestagswahl 2009 zu intensivieren. Bei einer Novelle des Steuerberatungsgesetzes sollen die von den Politikern in Aussicht gestellten Verbesserungen Realität werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband selbständiger Buchhalter und Bilanzbuchhalter (b.b.h.)
Daniela Zeller, Öffentlichkeitsarbeit
Kronenstr. 19, 10117 Berlin
Telefon: (030) 20455257, Telefax: (030) 20912940
E-Mail: zeller@bbh.de
Internet: www.bbh.de/
(dvf, el)