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Pressemitteilung

M+E Mitte verlängert Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung / Tarif-Instrument als kostengünstigere Alternative zur Kurzarbeit

(Frankfurt am Main/Sulzbach) - Die Arbeitgeber der Metall- und Elektro-Industrie aus Hessen, Pfalz, Rheinland-Rheinhessen und dem Saarland (M+E-MITTE) und die IG Metall haben sich gestern (17. Dezember 2009) für die 410.000 Beschäftigten geeinigt, den Tarifvertrag Beschäftigungssicherung um ein weiteres Jahr zu verlängern. Dieser ermöglicht Mitgliedsunternehmen, in der gegenwärtig schwierigen Lage, zur Sicherung von Arbeitsplätzen die Arbeitszeit auf 30 Wochenstunden abzusenken und das Entgelt entsprechend zu kürzen. Auch sind bei unregelmäßig verteilter Arbeitszeit langfristigere Ausgleichszeiträume möglich, insbesondere bei den Zeitkonten.

"Jobs zu sichern ist für die Metallarbeitgeber ein herausragendes Ziel. Voraussetzung dafür ist die Stärkung der Betriebe in dieser wirtschaftlich prekären Situation. Strukturanpassungen müssen aber rechtzeitig und zeitnah möglich bleiben. Zur Sicherung der Betriebe sind weitere Entlastungen für die Unternehmen auf der Kostenseite und ihre Versorgung mit Liquidität und Krediten nötig. Auf keinen Fall dürfen Politik oder Tarifpolitik die Unternehmen mit weiteren Belastungen überziehen", sagte Dr. Eduard Kulenkamp, Verhandlungsführer von M+E MITTE. Naheliegend sei jetzt, über Instrumente nachzudenken, welche die hohen Remanenzkosten der Kurzarbeit in Höhe von 25 Prozent vermeiden. Viele Firmen können sich diese nicht mehr leisten. Hier biete der Tarifvertrag Beschäftigungssicherung für die Unternehmen den Vorteil einer echten Kostenentlastung, weil sich die Reduktion der Arbeitszeit vollständig in den Lohnkosten niederschlage. Für den Arbeitnehmer habe dieses Instrument zwar den Nachteil eines befristet geringeren Einkommens, biete ihm aber auch den Vorteil, den Arbeitsplatz zu erhalten. Nachfragen dazu würden in den nächsten Monaten verstärkt auf Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Sozialpartner zukommen. Der Tarifvertrag Beschäftigungssicherung sei - neben der Tarifvereinbarung zur Standortsicherung - für die Mitgliedsunternehmen ein effizienter Baustein der Flexibilisierung.

Quelle und Kontaktadresse:
HESSEN METALL Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V.
Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation
Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126
E-Mail: ukirsch@hessen-metall.de
Internet: www.hessen-metall.de
(dvf, el)